"Ein Zeichen der Solidarität setzen"

Im Rahmen seines Antrittsbesuches im Katholischen Militärbischofsamt erklärte Bischof Overbeck, dass er "möglichst bald die Bundeswehrsoldaten in Afghanistan besuchen" werde. Hiermit wolle er ein Zeichen der Solidarität setzen.

"Ich will möglichst bald die Bundeswehrsoldaten in Afghanistan besuchen", erklärte der neue Militärbischof Franz-Josef Overbeck im Rahmen seines Antrittsbesuches im Katholischen Militärbischofsamt in Berlin. Er plane dies aber nicht "aus Effekthascherei oder um eine Pflicht abzuhaken", erklärte Overbeck. Er wolle damit ein Zeichen der Solidarität mit den Soldatinnen und Soldaten sowie ihren Militärseelsorgern setzen. Sie kämen durch ihren Einsatz in "extreme menschliche und ethische Situationen".

Zudem erklärte Bischof Overbeck, dass er "Adveniat-Bischof" bleibe. Er wies damit die Forderung der "Christlichen Initiative Romero" zurück, als Vorsitzender der "Unterkommission für Kontakte zu Lateinamerika (insbesondere Adveniat)" der Deutschen Bischofskonferenz zurückzutreten. Die Menschenrechtsorganisation hatte die Verbindung beider Ämter unter Hinweis auf frühere enge Verbindungen von Teilen der Kirche und Diktatoren in Lateinamerika kritisiert. Overbeck erklärte, das Amt des "Adveniat-Bischofs" sei auf Engste mit dem Bistum Essen verbunden. Überdies habe er bei dieser Aufgabe viel Wohlwollen von lateinamerikanischen Bischöfen und anderen Kirchenvertretern erfahren. Auch der frühere Essener Bischof und Mitbegründer des Lateinamerika-Hilfswerks Adveniat, Kardinal Franz Hengsbach, hatte beide Ämter 17 Jahre gleichzeitig inne.

Vor der abschließenden Pressekonferenz feiert Bischof Overbeck am Vormittag eine Heilige Messe in der Hauskapelle des Militärbischofsamtes.

(kna,ja)

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