„Ein Theologe und Hirte, der uns bereichert hat“

Als einen Theologen und Hirten, der die Gläubigen durch seine Gedanken viele Jahre hindurch bereichert und sich voll in den Dienst der Kirche gestellt hat, würdigte Weihbischof Ludger Schepers den scheidenden Papst Benedikt XVI. am Donnerstagabend, 28. Februar, im Dankgottesdienst im Essener Dom.



Dankgottesdienst für Papst Benedikt XVI. im Essener Dom 

Traurigkeit und Ratlosigkeit hat nach Ansicht des Essener Weihbischofs Ludger Schepers bei vielen Katholiken der überraschende Rücktritt von Papst Benedikt XVI. ausgelöst. Dieser sei ein Theologe und Hirte, „der uns durch seine Gedanken viele Jahre bereichert und erbaut hat“, betonte Schepers am Donnerstagabend, 28. Februar, im Dankgottesdienst für den scheidenden Papst im Essener Dom. „Es sollte eine tiefe Dankbarkeit in uns sein, dass er sich als Theologe und Hirte so viele Jahre in den Dienst nehmen ließ, dass er sich bis heute für uns und unsere Kirche verzehrte“, sagte der Weihbischof. 

In dem Pontifikalamt, das Schepers in Vertretung von Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck feierte, erinnerte der Weihbischof auch an den Vorgänger Benedikts, an Papst Johannes Paul II. Dieser sei ein Papst gewesen, „der die Kraft hatte, politische Systeme ins Wanken und zu Fall zu bringen, der das Feuer der Freude hatte, Millionen junger und alter Menschen zu entflammen, der das Charisma hatte, auf der globalen Bühne zu strahlen“, so Schepers. Seit 1982 habe dieser Papst einen Mann an seiner Seite gehabt, der als großer Theologe das Werk von Johannes Paul II. fortsetzen und vertiefen sollte: Joseph Ratzinger. „Er war im Jahre 2005 wahrscheinlich der Wunschnachfolger, sicher auch der logische Nachfolger“, meinte der Weihbischof.

Dass sich Papst Benedikt jetzt in ein Leben des Gebetes und der Meditation zurückziehe, sei von tiefer Symbolik. „Das Beten und Arbeiten ist die Mitte benediktinischer Spiritualität. Jetzt ist es ein Papst namens Benedikt, der in seiner Person zu einem Sinnbild von Arbeit und Gebet wird. Auf die Zeit der Arbeit im Weinberg des Herrn folgt die Zeit der Kontemplation, der Anbetung und Meditation. Gebet und Arbeit: Zwei Wege - ein Zeugnis", so Weihbischof Schepers. (do)


Predigt von Weihbischof Ludger Schepers (PDF)

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