Ein Platz für Pater Christoph Höttges

Im Essener Südostviertel kannte ihn jeder, den Franziskaner mit dem schlohweißen Haar und Bart. Jetzt wurde ein Platz nach dem vor einem Jahr verstorbenen Pater Christoph Höttges benannt.


Weihbischof Vorrath freut sich über Initiative im Essener Südostviertel

Im Essener Südostviertel kannte ihn jeder, den Franziskaner mit dem schlohweißen Haar und Bart. Die Menschen schätzten Pater Christoph Höttges als einen großen Menschenfreund, als Seelsorger und Motor vieler Initiativen. Um so größer war die Trauer, als er im vergangen Jahr plötzlich und unerwartet im Alter von 74 Jahren starb. Doch vergessen hat man ihn in seinem Viertel nicht. Jetzt wurde ein Platz nach ihm benannt: der „Pater-Christoph-Höttges-Platz“.

„Dass Straßen und Plätze nach Priestern benannt werden, kommt nicht häufig vor“, freute sich denn auch der Essener Weihbischof Franz Vorrath bei der offiziellen Einweihung des Platzes. Das mache jedoch deutlich, wie sehr Pater Christoph Höttges als „Menschenumsorger“ sein priesterliches Tun und seinen Auftrag als Ordensmann konsequent zum Wohle der Menschen umgesetzt habe. Der beliebte Franziskaner habe sich auch in der Stadteilarbeit engagiert und sei seit der Gründung der „Bürgerinitiative Südostviertel e.V.“ deren erster Vorsitzender gewesen. Vorrath: „Pater Christoph wusste, was er wollte, und er hat immer gewusst, dass Dinge sich nicht von allein bewegen. Er hat Partner gesucht und gefunden in der Bürgerinitiative, bei der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Allbau, bei der Caritas und beim Allgemeinen Sozialen Dienst der Stadt Essen. Sein Einsatz für Benachteiligte im Viertel, sein Engagement für die Annäherung von Kulturen und Religionen war beispielhaft.“ Nicht zuletzt, so der Weihbischof weiter, sei es der Arbeit von Pater Christoph zu verdanken, dass der Orden der Franziskaner auch weiterhin in der Gemeinde Heilig Kreuz  mit drei Franziskanern präsent bleibt.

Pater Christoph wurde am 24. Dezember 1935 in Mönchengladbach geboren. 1959 trat er dem Orden der Franziskaner bei und legte am 19. April 1963 die Feierliche Profess ab. Am 7. August 1965 wurde er in seiner Heimatstadt zum Priester geweiht. Schwerpunkte seines Wirkens waren die Erziehertätigkeit im Franziskus-Internat in Vossenack, die Begleitung junger studierender Franziskaner auf dem Apollinarisberg in Remagen und seit 1988 die Arbeit als Pfarrer der Gemeinde Heilig Kreuz im Essener Südostviertel. (ul)

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