Ein offenes Ohr auch an den Festtagen

Auch zu Weihnachten und zum Jahreswechsel sind die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der TelefonSeelsorge Duisburg-Mülheim-Oberhausen rund um die Uhr im Einsatz. Sie haben ein offenes Ohr für alle, die jemanden zum Zuhören oder zum Gespräch brauchen.


TelefonSeelsorge Duisburg-Mülheim-Oberhausen rund um die Uhr im Einsatz

„Ich bin ganz Ohr“ - das versprechen die ehrenamtlichen Mitarbeiter der TelefonSeelsorge Duisburg-Mülheim-Oberhausen auch zu Weihnachten und zum Jahreswechsel den Anrufern, die gerade an den Feiertagen jemanden zum Zuhören oder zum Gespräch brauchen. Unter den Ruf-Nummern 0800/1110111 oder 0800/1110222 sind die Telefonseelsorger wie an jedem Tag des Jahres rund um die Uhr erreichbar.
 
Damit das so bleiben kann, beginnt auch im kommenden Frühjahr wieder ein einjähriger Ausbildungskurs, dem am 10. Januar, 19.00 bis 20.30 Uhr, ein Informationsabend im Haus der Evangelischen Kirche, Duisburg-Mitte, Am Burgacker 14-16 (Nähe Live-Saver-Brunnen), vorgeschaltet ist. Ausbildung und Arbeit werden an diesem Abend vorgestellt. Interessenten für die ehrenamtliche Mitarbeit bei der TelefonSeelsorge, die an diesem Abend verhindert sind, können mit dem Sekretariat (Klaudia Kuipers),  Tel.: 0203/22 657, oder per E-Mail an duisburg@telefonseelsorge.de Kontakt aufnehmen.

Derzeit sind 120 Telefonseelsorger im Alter von 40 bis 75 Jahren im Einsatz: drei Dienste monatlich zu je vier Stunden, davon ein Nachtdienst. Etwa 60 Anrufe pro Tag erreichen die Telefonseelsorge, im Jahr sind es rund 22.000. Beziehungsfragen, Einsamkeit, psychische Beeinträchtigungen und auch angedachte Suizide sind Schwerpunkte der Sorgen und Krisen, mit denen sich Anrufer an die TelefonSeelsorge wenden.

Mit Blick auf die bevorstehende Festzeit hat der Leiter der TelefonSeelsorge, Diplom-Psychologe und -theologe Olaf Meier, die Erfahrung gemacht, dass nicht so sehr das Weihnachtsfest die Zahl der Anrufe in die Höhe schnellen lässt, sondern vielmehr die Tage nach dem Fest sowie der Jahreswechsel. Zu Weihnachten seien doch etliche Menschen bereit, sich um Mitmenschen, die allein und einsam seien, zu kümmern. Dies gelte offenbar für Silvester, das man eher mit Freunden und Bekannten in fröhlicher Runde verbringen möchte, weniger. Außerdem werde vielfach zwischen den Jahren Bilanz gezogen. Trauer über Verluste im abgelaufenen Jahr und das Gefühl des Verlassenseins verstärkten sich, Streitigkeiten in der Familie zu Weihnachten oder Enttäuschungen über Absagen wirkten nach. „ Zu Silvester melden sich aber auch jene Menschen, die schon über lange Zeit regelmäßig anrufen und auch jetzt ihre Probleme wieder aufgreifen möchten“, so Meier. Diese Anrufe seien oft sehr kritisch und bräuchten viel Sensibilität und Einfühlungsvermögen der Mitarbeiter.

Für viele TelefonSeelsorger hat die „TS-Schicht“ zu Weihnachten Tradition, auch wenn daheim die Familie wartet. Schwieriger sind die Silvester-Termine zu besetzen, die oft viel Belastendes und Leidvolles mit sich bringen. Um den Jahreswechsel herum bekommen die Mitarbeiter aber neben den Problemanrufen verstärkt auch Dankanrufe für die Begleitung oder das Gespräch im letzten Jahr. Man ruft aber auch an, um sich zu vergewissern, dass die TelefonSeelsorge auch Weihnachten und Silvester besetzt ist. „Es ist für die Anrufer wichtig, zu wissen, dass Menschen in Bereitschaft sind, um zuzuhören und über schwierige Situationen zu reden“, fasst Meier zusammen. (rs/do)

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