Ein Mann der ersten Stunde des Ruhrbistums

Dieter Haarmann chauffierte seit Gründung des Ruhrbistums 40 Jahre lang nicht nur die Essener Weihbischöfe, sondern "fast jede kirchliche Persönlichkeit" - darunter auch Kardinal Karol Wojtyla. Jetzt ist der langjährige Bischofsfahrer im Alter von 78 Jahren gestorben.

Dieter Haarmann ist im Alter von 78 Jahren gestorben

Dieter Haarmann, ehemaliger Fahrer im Bistum Essen, ist im Alter von 78 Jahren gestorben. Bis zu seinem Wechsel in den Ruhestand 1999 war er 40 Jahre für das Ruhrbistum als Fahrer im Einsatz und gehörte zu den „Männern der ersten Stunde“ der 1958 gegründeten Diözese.

Mehr als zwei Millionen Kilometer legte Dieter Haarmann rein beruflich mit seinen verschiedenen Dienstwagen zurück. Nicht nur die Essener Weihbischöfe Julius Angerhausen und Franz Grave vertrauten sich seinen Fahrkünsten an – auf der Rückbank seines Dienstwagens hat auch „fast jede kirchliche Persönlichkeit mal gesessen“, wie er einmal nicht ohne Stolz erzählte. Darunter auch Kardinal Karol Wojtyla, der spätere und inzwischen heiliggesprochene Papst Johannes Paul II. 

1959 hatte der Lkw-Fahrer seinen Dienst im Bistum Essen aufgenommen. Als Fahrer für Weihbischof Julius Angerhausen sorgte er nicht nur dafür, dass sein „Chef“ pünktlich seine Termine in den Gemeinden erreichte. Haarmann war auch der erste Laie in Deutschland, der im liturgischen Dienst für einen Bischof tätig war – eine Aufgabe, die vor dem Konzil noch etwas Besonderes war. Nach der Emeritierung von Weihbischof Angerhausen setzte er seinen Dienst bei dem 1988 zum Bischof geweihten damaligen Seelsorgeamtsleiter Franz Grave fort. Am Karfreitag ist Dieter Haarmann nach längerer Krankheit gestorben. (ul)

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