Ein geschätztes „Urgestein“ <br><br>

Nach 48 Jahren wechselt Marlis Middelhoff in den Ruhestand. Damit verlässt die dienstälteste Mitarbeiterin das Generalvikariat in Essen. Den größten Teil ihrer Dienstzeit verbrachte Middelhoff in der Pressestelle des Bistums.

Wer fast fünf Jahrzehnte in einem nur wenige Jahre älteren Unternehmen tätig ist, erhält das Gütesiegel „Urgestein“. Marlis Middelhoff, eine Frau der (fast) ersten Stunde kann dieses Gütesiegel für sich in Anspruch nehmen: Am 21. Oktober 1963 nahm die heute 65-jährige gebürtige Bottroperin ihren Dienst im damals noch im Aufbau befindlichen Bischöflichen Generalvikariat Essen auf. Das zur Stenotypistin ausgebildete „Fräulein Middelhoff“ arbeitete zunächst als „Nachwuchssekretärin“ in der Liegenschaftsabteilung des jungen Ruhrbistums und wechselte anschließend in die Fachstelle für Kirchliche Büchereien. 1968, während des Katholikentages in Essen, „entdeckte“ der damalige Leiter der Bischöflichen Pressestelle, Wilhelm Bettecken, die Talente der jungen und manchmal energischen Frau und holte sie ein Jahr später in seine Abteilung. Seitdem ist Marlis Middelhoff der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Ruhrbistums treu geblieben - und längst nicht nur die „dienstälteste“ Mitarbeiterin der Pressestelle sondern auch des Bischöflichen Generalvikariates. „Urgestein“ eben, auch für viele Journalistinnen und Journalisten.

Alle großen und wichtigen Ereignisse der Bistumsgeschichte hat Marlis Middelhoff miterlebt und ist damit für zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der Medien eine geschätzte Ansprechpartnerin. Von „A“ wie Ad-limina-Besuch bis „Z“ wie Zeremoniar, die angehende Ruheständlerin kennt sich aus, weiß, wo die Antworten zu finden sind oder vermittelt schnell einen fachkundigen Gesprächspartner. Sie weiß eben, „wo die Glocken hängen“. Geschätzt wird „Frau Mi“, wie die Kolleginnen und Kollegen der Pressestelle sie kurz rufen, aber auch von ihren Arbeitskolleginnen und -kollegen im Generalvikariat. Viele Jahre engagierte sie sich in der Mitarbeitervertretung. Und von ihrem musikalischen Können profitierte lange Zeit auch der „Werkschor“ der Bischöflichen Verwaltung. Auch wenn sie künftig nicht mehr an ihrem Schreibtisch in der Pressestelle zu finden sein wird, ihr immenses Wissen bleibt gefragt. Auf die „W-Fragen „Wer, Was, Wo, Wann, Wie und Warum?“ hat sie bestimmt wieder eine Antwort. (ul)  

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