Ein Dorf für Kinder mitten in Essen

Ruhrbischof Dr. Franz-Josef Overbeck weihte den Neubau der katholischen Kindertagesstätte an der Franziskastraße ein. Das Gebäude ähnelt einem kleinen Dorf aus bunten Häusern und schafft eine helle, behütende Atmosphäre.

Ruhrbischof Dr. Franz-Josef Overbeck weiht den Neubau der katholischen Kindertagesstätte an der Franziskastraße ein

Ein Dorf aus kleinen Häusern mit spitzen, bunten Giebeln mitten in Essen-Rüttenscheid – so präsentiert sich die neue Kindertagesstätte der Pfarrei St. Lambertus an der Franziskastraße. Beim Einweihungsfest der Einrichtung segnete Ruhrbischof Dr. Franz-Josef Overbeck die Kita-Kinder, mitfeiernde Erwachsene und die neuen Räume. Die ungewöhnliche Architektur des Gebäudes an der Schnittstelle zwischen Wohngebieten und Einkaufsstraße, so sagte der Bischof, erinnere ihn an ein Ensemble von Bauklötzen. „Die Welt, in die ihr hereinwachst, wird immer bunter“, gab er den Kindern mit und zog für die Erwachsenen eine Parallele zwischen den zusammen gewürfelten, bunten Gebäudeteilen der neuen Kita und der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklung: „Wir alle müssen lernen, mit sehr viel mehr unterschiedlichen Menschen zusammen zu leben.“

Die neue Kindertagesstätte wurde vom Architekturbüro Eikelkamp und Rebbelmund geplant und bietet 87 Kindern im Alter ab etwa einem Vierteljahr bis zur Einschulung in fünf Gruppen Raum. Die Gruppenstärke variiert je nach Alter und täglicher Aufenthaltsdauer von zehn bis zu 25 Kindern. Eltern können ein Betreuungspaket von 25, 35 oder 45 Stunden buchen – hoch ist die Nachfrage nach der 45-Stunden-Buchung.  

„Mit dieser Kita können wir stolz in die Öffentlichkeit treten“, urteilte während der Feier Peter Wenzel, Geschäftsführer des Zweckverbandes Katholischer Tageseinrichtungen für Kinder im Bistum Essen, der die Räume von der Pfarrei St. Lambertus angemietet hat und die neue Kita als Träger betreibt. Wenzel dankte ausdrücklich der Kita-Leiterin Claudia Roth und ihren Kolleginnen, die zuvor lange Jahre unter schwierigen räumlichen Bedingungen in dem alten Vorgänger-Gebäude gearbeitet hatten.

Nachdem der Landschaftsverband eine weitere Betriebserlaubnis in Frage gestellt hatte, mussten die Pfarrei und ihr Pfarrer Olaf Deppe eine weitreichende Entscheidung fällen. Auch wenn die Kirche im Bistum Essen sich derzeit von vielen Häusern trennen müsse, habe man sich in der Pfarrei St. Lambertus nun auf lange Sicht verschuldet, um dieses Haus bauen zu können, sagte Pfarrer Deppe, „weil wir Orte brauchen, an denen wir uns den Menschen zuwenden können“. (cs)  

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