Ein besonderes Weihnachtsgeschenk für Kinder

Anfang 2012 tritt das neue Bundeskinderschutzgesetz in Kraft. Damit wird nach Ansicht von Peter Wenzel, Geschäftsführer des KiTa Zweckverbandes, die Qualität des Kinderschutzes verbessert. Doch er hält weitere Verbesserungen für notwendig.

KiTa Zweckverband begrüßt neues Bundeskinderschutzgesetz

Fünf Jahre hat es gedauert, jetzt tritt das neue Bundeskinderschutzgesetz, das offiziell „Gesetz zur Stärkung eines aktiven Schutzes von Kindern und Jugendlichen“ heißt, am 1. Januar 2012 wie geplant in Kraft. „Es ist noch zu wenig, aber doch schon so viel erreicht worden“, so Peter Wenzel, Geschäftsführer des KiTa Zweckverbandes im Bistum Essen, der mit 272 Tageseinrichtungen für Kinder einer der größten Träger in Deutschland ist.

Bereits im Oktober hatte Wenzel das starke Gesetz des Familienministeriums freudig begrüßt, das auf Prävention statt Reaktion setzt und alle am Kinderschutz beteiligten Akteure – von der Kinder- und Jugendhilfe über das Gesundheitssystem bis hin zum Familiengericht –  deutlich stärkt und enger vernetz. Damit wird nach Ansicht von Wenzel die Qualität des Kinderschutzes in Deutschland deutlich verbessert.

Um aber einen umfassenden Kinderschutz tatsächlich gewährleisten zu können und verbindliche Standards zu entwickeln, hatte es dem KiTa Zweckverband besonders am finanziellen Rückhalt gefehlt. Die noch offenen Fragen der Finanzierung beispielsweise bei dem Projekt Familienhebammen seien nun zwar geklärt worden. Doch es bliebe noch immer die Höhe der finanziellen Belastung der Kommunen unklar, was dem KiTa Zweckverband noch einige Sorgen bereite. Gerade im Ruhrgebiet seien vielen Kommunen aufgrund von Nothaushalten finanziell die Hände gebunden. Vor allem beim Thema Qualitätsentwicklung käme man um zusätzliches Personal nicht herum. Hinzu kommt: „Gerade im Ruhrgebiet geht es Kindern vergleichsweise besonders schlecht“, so Wenzel. Nun komme es auf die Landesausführungsgesetze und ihre Praxistauglichkeit an.


Kontinuierliche Begleitung von Familien in schwierigen Lebenssituationen

„Es muss eine verlässliche und engmaschige Struktur des Miteinanders zwischen allen Institutionen geben – nicht nur zwischen den einzelnen Jugendämtern zur Verhinderung des so genannten Jugendamts-Hoppings.  Wir möchten nicht, dass ein Kind nicht von A nach B und wieder zurück gereicht wird“, so Wenzel. Wünschenswert sei hier eine kontinuierliche Begleitung von Familien in schwierigen Lebenssituationen, bei der die Zuständigkeit nicht ständig wechsele. Außerdem müssten Familien verlässlich bis zur nächsten Station begleitet werden – beispielsweise in die Kindertageseinrichtung.

Der Kinderschutz darf sich nach Ansicht von Wenzel nicht nur auf Kleinkinder beziehen, sondern müsse auch Jugendliche mit einschließen.  Gerade in Zeiten klammer kommunaler Kassen werde besonders im Bereich der offenen Jugendarbeit gespart. „Hier muss man dringend gegensteuern“, fordert der Geschäftsführer. (kk/do)

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