Duisburger waren dem Papst ganz nahe <br>

26 Pilgerinnen und Pilger aus Duisburg feierten in Erfurt einen Gottesdienst mit Papst Benedikt XVI. Gemeinsam mit rund 30.000 Gläubigen setzten sie so ein Zeichen des Glaubens.

Es ist halb drei in der Frühe und die Temperaturen liegen im einstelligen Bereich. Sicherlich nicht die besten Voraussetzungen um das Pilgerquartier in der Nähe von Erfurt zu verlassen. Dennoch machte sich die 26-köpfige Pilgergruppe aus Duisburg auf zum Domplatz der thüringischen Landeshauptstadt. Ziel war die Heilige Messe mit Papst Benedikt XVI., welcher für rund 24 Stunden seiner Deutschlandreise in Thüringen Station machte. „Für war Pilger ist es ein ganz besonderes Erlebnis, denn Sie haben den Heiligen Vater heute zum ersten Mal live gesehen“, freute sich der Duisburger Stadtdechant Bernhard Lücking, der die Pilgergruppe begleitete. Neben dem Ereignis, Papst Benedikt XVI. einmal persönlich sehen zu können, sei es vielen Teilnehmern auch wichtig, ein Zeichen für den Papst zu setzten. „Gerade in der aktuellen Lage möchten wir zeigen, dass wir zu unserem Heilgen Vater stehen“, bekräftigte Lücking.

Belohnt wurde die Gruppe aus dem Ruhrbistum für ihren Einsatz mit einem ergreifenden Gottesdienst vor historischer Kulisse. In fröhlicher und entspannter Atmosphäre feierten die Bistumspilger mit rund 30.000 Gläubigen einen Gottesdienst an jenem Ort, an dem das DDR-Regime vor rund 20 Jahren das öffentliche Bekenntnis zur katholischen Kirche kritisch beäugte. In seiner Predigt würdigte das Kirchenoberhaupt die Glaubensstärke der Menschen in der ehemaligen DDR. Damals wie heute sei es wichtig, für seinen Glauben auch öffentlich einzutreten, so Benedikt XVI. Dieser Appell motivierte auch Lücking für seine Arbeit in Duisburg. „Die Worte des Papstes haben mich daran bestärkt, auch in meiner Arbeit im Ruhrbistum weiterhin den Glauben offen nach außen zu tragen“, so der Stadtdechant.

Neben den bestärkenden Worten der Predigt war auch der Einsatz als Kommunionhelfer für Lücking ein unvergessliches Ereignis. „Ich hatte dankenswerterweise die Möglichkeit, ein Teil dieses Glaubensfestes zu sein“, zeigte sich Lücking beeindruckt. Nette Nebeneffekt seines Einsatzes: Durch Zufall erkannten der Münsteraner Bischof Genn, ehemaliger Bischof von Essen und der amtierende Ruhrbischof Overbeck Lücking in der Gruppe der Kommunionhelfer und begrüßten ihn erfreut. „Man merkte auch unseren Bischöfen an, dass sie die tolle Atmosphäre dieses Glaubensfestes genossen“, so Lücking.(ja)


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