Domkapitular Hermann-Josef Bittern gestorben

Am 1. Februar 2012 ist Hermann-Josef Bittern, nichtresidierender Domkapitular am Hohen Dom zu Essen, Propst em. und Ehrenstadtdechant von Bochum, nach schwerer Krankheit im Alter von 72 Jahren gestorben.



Nach schwerer, mit großer Geduld ertragenen Krankheit ist am 1. Februar 2012 Hermann-Josef Bittern, nichtresidierender Domkapitular am Hohen Dom zu Essen, Propst em. und Ehrenstadtdechant von Bochum, im Alter von 72 Jahren gestorben. Die Totenvesper wird am Sonntag, 5. Februar, 19.30 Uhr, in der Bochumer Propsteikirche St. Peter und Paul, Bleichstraße, gehalten. Das Auferstehungsamt wird dort am Montag, 6. Februar, 9.00 Uhr, gefeiert. Anschließend wird der Verstorbene in der Priestergruft auf dem Hauptfriedhof am Freigrafendamm beigesetzt.

Hermann-Josef Bittern war ein durch und durch Bochumer Junge. Dort wurde er 1939 geboren, wuchs in der Innenstadt auf, ging dort zur Schule und machte sein Abitur. Nach dem Studium der Theologie in Paderborn wurde er am 21. Dezember 1965 in Duisburg zum Priester geweiht.

Zweimal war Bittern als Kaplan in Bochum tätig, danach in Gelsenkirchen und von 1969 bis 1995 im sauerländischen Teil des Bistums Essen,  in Lüdenscheid, Altena und später in Kierspe. Dort war er Pfarrer und Kreisdechant. Im Herbst 1995 hat er auf Bitten des damaligen Bischofs in seiner Heimatstadt und Heimatpfarrei St. Peter und Paul in Bochum die Aufgaben des Propstes und Pfarrers übernommen.
 
Zusätzlich wurde er damit Vorsitzender der St. Elisabeth Stiftung und mitverantwortlich für die Zusammenarbeit der damals noch getrennten katholischen Krankenhäuser in Bochum, dem jetzigen katholischen Klinikum Bochum. 1999 wurde Bittern Stadtdechant und damit auch Vorsitzender des Caritasverbandes der Stadt Bochum.
 
Eine besondere Ehre wurde ihm im Jahre 2001 zuteil, als er zum nicht residierenden Domkapitular ernannt wurde. Dadurch war er in die besondere Verantwortlichkeit des Bistums eingebunden und hatte auch bei der Wahl des jeweils neuen Bischofs von Essen mitzuentscheiden.
 
Im Zuge der Neustrukturierung des Bistums schied Propst Hermann-Josef Bittern aus seinem Amt als Pfarrer aus. Doch als Pastor und Seelsorger stand er anschließend über viele Jahre im Gefängnis, im Hospiz und in vielen persönlichen Belangen Menschen mit Rat und Tat zur Seite. Sein besonderes Engagement mit großem zeitlichen Einsatz galt der ökumenischen Zusammenarbeit in der Stadt Bochum.
 
„Vor allem sein fröhliches Wesen und sein Witz, seine vielen Geschichten über Bochumer Ereignisse machten ihn zu einem geschätzten und überaus willkommenen Menschen in allen Bereichen von Kirche und Gesellschaft“, so der jetzige Propst von St. Peter und Paul, Michael Ludwig. Hermann-Josef Bittern werde sicherlich  in vielen Geschichten und Erinnerungen der Bochumer als ein „lebensfroher Mensch“ in Erinnerung bleiben. (ml/do)

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