Domhof vor dem Essener Münster mit neuem Gesicht

Der Domhof vor dem Essener Münster hat ein neues Gesicht erhalten. Dank der Unterstützung von Sponsoren konnte der historische Platz an der Keimzelle von Stift und Stadt Essen neu gestaltet werden.

Dompropst Otmar Vieth dankt Sponsoren für die finanzielle Unterstützung

Noch müssen Arbeiter den behindertengerechten Zugang von der Kettwiger Straße pflastern, noch haben Steinmetze an der Brunnenanlage zu tun.  Doch schon jetzt ist es unübersehbar: Der Domhof vor dem Essener Münster hat ein neues Gesicht erhalten. Spätestens in einer Woche, wenn die neuen Ausstellungsräume des Essener Domschatzes feierlich eröffnet werden, sollen auch die Umbauarbeiten auf dem traditionsreichen Platz vor dem Essener Münster abgeschlossen sein. Ein paar Regentage hatten den Zeitplan am Ende ein wenig ins Stolpern gebracht. Kein Grund für Dompropst Otmar Vieth unzufrieden zu sein. Im Gegenteil: Die Neugestaltung des Platzes sei gut gelungen und unterstreiche den besonderen Charakter des Domhofes, freute er sich. Auch die Sponsoren, die an der „offiziellen Vorbesichtigung“ am Freitag, 8. Mai, teilnahmen, lobten den von Dombaumeister Ralf Meyers und Landschaftsarchitektin Claudia Lehnen geplanten neu gestalteten Platz.

Knapp acht Monate dauerte der rund 660.000 Euro teure Umbau, den der Essener Münsterbauvereins ermöglichte. Auch die Sparkasse Essen unterstützte das Projekt mit 40.000 Euro. Den Umbau und die notwendige Sanierung der Brunnenanlage finanzierte die Altfrid Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung mit 35.700 Euro. Für die Begrünung des Domhofes machte sich die Van-Eupen-Stiftung mit 80.000 Euro stark. „Ohne diese engagierte Unterstützung wäre die Neugestaltung des Platzes nicht möglich gewesen“, betonte Vieth und dankte allen Sponsoren für die tatkräftige finanzielle Unterstützung.

Für Dombaumeister Meyers ging es darum, „den historischen Platz an der Keimzelle von Stift und Stadt Essen städtebaulich aufzuwerten und dafür zu sorgen, dass das Gebäudeensemble aus Anbetungskirche, Atrium, Dom und Domschatz besser wahrgenommen werden kann“. Möglich wird dies unter anderem durch die Absenkung des südlich gelegenen Hochbeetes und die dort neu gepflanzte Doppelreihe von Dachplatanen. So bleibt der Blick auf den Dom von der Kettwiger Straße frei. „Zur optischen Beruhigung“, so Meyers, seien die Bruchsteinmauern entlang der Südseite des Domes entfernt und durch eine mit dem Gelände gleichmäßig fallende Bank aus dem Material der neuen Schatzkammerfassade ersetzt worden. Sitzelemente aus demselben Material unterstützen die Platzarchitektur ebenso wie eine entsprechende Beleuchtung. Die Fläche selbst besteht aus auf Gussasphalt gebundenem, speziell veredeltem Kies. Die erste „Bewährungsprobe“ steht dem neuen Domhof schon bald bevor. Da durch den Bau der Treppenanlage der Burplatz für die Fronleichnamfeier in diesem Jahr nicht zur Verfügung steht, werde man den neu gestalteten Domplatz nutzen, kündigte Dompropst Otmar Vieth an.(ul)

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