Diskussion über Gewalt und Korruption in Lateinamerika

Im Katholischen Stadthaus Essen berichten am Donnerstag, 28. Mai, drei deutsche Seelsorger aus erster Hand von ihren Erfahrungen in Kolumbien und Peru.


Drei deutsche Seelsorger berichten von ihren Erfahrungen

Über die Probleme mit Korruption und Gewalt in Lateinamerika berichten und diskutieren am Donnerstag, 28. Mai, um 19 Uhr die Gemeindereferentin Ursula Holzapfel und die beiden Pfarrer Ulrich Kollwitz und Norbert Nikolai in der Aula des Katholischen Stadthauses Essen, Bernestraße 5. Im Fokus stehen die Länder Kolumbien und Peru, in denen die drei deutschen Seelsorger seit vielen Jahren tätig sind. In Essen werden sie aus erster Hand von ihren Erfahrungen vor Ort berichten.

Ursula Holzapfel lebt und arbeitet seit 1981 als Missionarin und Entwicklungshelferin im kolumbianischen Urwaldgebiet Chocó – seit fast 20 Jahren eines der Zentren des Konfliktes zwischen Militär, Para-Militär und Guerilla. Auch Pfarrer Ulrich Kollwitz arbeitet in Chocó. Er begleitet afrokolumbianische und indigene Gemeinden sowie Solidaritätsgruppen. Holzapfel und Kollwitz sind Mitglied der Menschenrechtskommission Vida, Justitia y Paz im Bistum Quibdo und sind für ihre Arbeit bereits mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Der aus Bochum stammende Pfarrer Norbert Nikolai arbeitete von 1999 bis 2004 als Dorfpfarrer im peruanischen Andendorf Pauza. 2004 kam er zurück in sein Heimatbistum Essen und war sechs Jahre lang als Pastor in Essen-Katernberg tätig. Danach zog es ihn wieder zurück in seine Wahlheimat Peru, wo Nikolai heute als Seelsorger im Männergefängnis Lurigancho in Lima arbeitet, dem größten Gefängnis Lateinamerikas.

Der Diskussionsabend am Donnerstag ist eine gemeinsame Veranstaltung des Lateinamerika-Hilfswerks Adveniat, der Abteilung Weltkirche und Mission im Bistum Essen und des Katholischen Bildungswerks Essen. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderliche. (tr)

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