Diözesantag der Eucharistischen Ehrengarden

Zu ihrem diesjährigen Diözesantag haben die Eucharistischen Ehrengarden im Bistum Essen für Sonntag, 21. Juni, nach Essen eingeladen. Bereits um 7.50 Uhr heißt es "Antreten"!

Zu ihrem diesjährigen Diözesantag haben die Eucharistischen Ehrengarden im Bistum Essen für Sonntag, 21. Juni, nach Essen eingeladen. Gleichzeitig feiern sie an diesem Tag gleich zwei Jubiläen: das 50jährige Bestehen des Diözesanverbandes im Bistum Essen und das 125jährige Bestehen der Altstadt-Garde.

Bereits um 7.50 Uhr beginnt die Veranstaltung mit dem „Antreten“ vor der Kirche St. Gertrud auf der Viehofer Straße. Nach dem anschließenden Festakt ist um 10 Uhr das Kapitelsamt im Essener Dom mit Dompropst Otmar Vieth. (mi)


Das Stichwort: Eucharistische Ehrengarden


Die Eucharistischen Ehrengarden sind Gemeinschaften von Männern, die gemeinsam ihren Glauben zu Jesus Christus öffentlich bekennen, ihn im Sakrament der Eucharistie verehren und bei liturgischen Festen (z.B. Prozessionen) ein besonderes Schutzgeleit für das Allerheiligste stellen. Ihren Ursprung haben die Eucharistischen Ehrengarden in den Schützengilden und christlichen Schützenbruderschaften. Sie hatten lange die Aufgabe übernommen, die Eucharistie vor Raub, Plünderung und Überfällen zu schützen. Als Schutzheiligen wählten sie sich in der Regel den heiligen Sebastianus. Eine solche St.-Sebastianusbruderschaft gründete sich bereits 1390 in Essen, weitere entstanden u.a. 1426 in Andernach, 1473 in Bonn und 1478 in Remagen. Unter dem Einfluss des Kulturkampfes (1872–1880), aber auch der zunehmenden Industrialisierung, die viele Menschen aus nichtkatholischen Gebieten auf der Suche nach Arbeit ins Ruhrgebiet lockte, wandten sich die Schützenbruderschaften mehr und mehr allein weltlichen Veranstaltungen wie Schützenfesten zu und vernachlässigten den Ehrendienst bei Prozessionen. Am 27. Juni 1894 gründeten deshalb eine Anzahl von Männern an der Münsterkirche in Essen die erste "Ehren-Garde zu Essen", die später in "Eucharistische Ehrengarde Essen-Altstadt" umbenannt wurde. Als eine Art Leibwache wollten die Männer das Allerheiligste bei Fronleichnamsprozessionen und anderen kirchlichen Feiern vor Störungen und Übergriffen schützen. Weitere Eucharistische Ehrengarden gründeten sich 1907 in St. Andreas und St. Ludgerus in Essen-Rüttenscheid, 1908 in St. Markus in Essen-Bredeney sowie St. Mariä Himmelfahrt in Essen-Holsterhausen. Als Uniform wählten sie den Gehrock, der damals das Festkleid der Bürger war, den Zweispitz mit Federbusch, Fangschnüre, Schulterklappen und Offiziersdegen. Dazu trägt der Gardist den Gardestern mit dem Leitwort "Mit Gott! Für Gott!" Den Traditionen der Gründerzeit verpflichtet, wird die Uniform bis heute unverändert getragen. Im Bistum Essen sind noch rund 40 Eucharistische Ehrengarden aktiv. (lou)

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