Diözesanrat stellt Weichen für die Zukunft

Der Diözesanrat der katholischen Frauen und Männer im Bistum Essen, das oberste Laiengremium im Ruhrbistum, trifft sich am Donnerstag, 8. Mai, in Essen zu seiner Vollversammlung.

Oberstes Laiengremium will künftige Struktur erarbeiten

Die Diözesanrat-Delegierten aus den Katholikenräten der Städte und Kreise sowie der katholischen Verbände werden am Donnerstag dann über einen Antrag abstimmen, mit dem der Diözesanrat eine „Weichenstellung für die Zukunft“ vornehmen soll. Konkret soll der Rat eine „Zukunftswerkstatt“ beschließen, in der sich die Laien mit Fragen beschäftigen wie „Braucht es heute eine Gremienstruktur?“, „Wie ermöglichen wir in der Kirche von Essen 2014 eine Kultur, so dass viele Menschen, die aus dem Geist Jesu Christi wirken möchten, ihre Fähigkeiten und Talente einbringen können?“ oder „Wofür steht das oberste Laiengremium im Bistum Essen heute, nach der Strukturreform 2008 und nach dem Zukunftsbild vom Juli 2013 ,Du bewegst Kirche‘?

Viele Diözesanratsmitglieder erlebten derzeit eine „müde Gremienarbeit“ schreibt die Diözesanrats-Vorsitzende Dorothé Möllenberg in ihrer Antragsbegründung. So sei die Beteiligung bei den Wahlen zu den örtlichen Gemeinderäten im vergangenen Herbst sehr gering gewesen, zugleich werde „der Rat der Laien nur bedingt angefragt“. Vielen Menschen sei „die Mitarbeit in Kirche nicht wichtig, um dafür die knappe Freizeit einzusetzen“. Zudem werde „in den Gremien zu selten ergebnisorientiert gearbeitet“. Möllenberg betont aber auch „eine veränderte und sich verändernde kirchliche Wirklichkeit, die Hoffnung weckt“ und nennt als Beispiele neben dem Zukunftsbild des Bistums Essen auch Papst Franziskus‘ Lehrschreiben „Evangelii Gaudium“ (Die Freude des Evangeliums). „Wir müssen uns der Herausforderung stellen, neue Wege zu gehen, gerade als oberstes Laiengremium in Zeiten des Umbruchs“, wirbt Möllenberg für ihren Antrag.

Neben diesen Strukturfragen stehen am Donnerstag aber auch zwei inhaltliche Schwerpunktthemen auf der Agenda: Zum einen widmet sich der Diözesanrat der Initiative „Gemeinsame Verantwortung für eine gerechte Gesellschaft“, einem gemeinsamen Projekt von Deutscher Bischofskonferenz und Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Auf Einladung des Diözesanrates werden am Donnerstag sowohl Markus Wilde, Geschäftsführer des Bundes Katholischer Unternehmer, als auch Egbert Biermann aus dem geschäftsführenden Hauptvorstand der Gewerkschaft IGBCE dieses Schreiben kommentieren. Zum anderen werden die Diözesanrats-Mitglieder über eine Beschlussvorlage zum Thema „prekäre Arbeitsverhältnisse“ abstimmen. (tr)

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