Die Weihnachtsszenen der Barthel-Bruyn-Altartafeln

Bei einer speziellen Führung zur Weihnachtszeit erläutern am Sonntag, 5. Januar, ab 11.30 Uhr Experten der Domschatzkammer die Hintergründe der Altartafeln des Renaissance-Künstlers Barthel Bruyn d.Ä. in der Anbetungskirche.

Älteste Stadtansicht Essens

Am Sonntag, 5. Januar, lädt die Essener Domschatzkammer zu einer besonderen Führung zur Weihnachtszeit ein. Im Mittelpunkt stehen die beiden großformatigen Altartafeln des Renaissance-Künstlers Barthel Bruyn d. Ä. (1493-1555) in der Anbetungskirche mit ihren zwei prachtvollen Weihnachtsszenen. Dabei erläutern die Schatzkammer-Fachleute nicht nur die derzeit sichtbaren, nur in der Weihnachtszeit gezeigten Vorderseiten der Tafeln, sondern auch die ebenso prachtvollen Rückseiten. Diese zeigen eine Kreuzigungs- und eine Kreuzabnahme-Szene. Letztere hat Barthel Bruyn in die Umgebung Essens verlegt. Im Hintergrund sind die mittelalterliche Stadtmauer, Kirchtürme und der Essener Stoppenberg zu sehen. Damit gilt das Barthel-Bruyn-Bild als älteste Essener Stadtansicht.

Ursprünglich waren die Tafeln mit den vier Bildern – zusammen mit zwei weiteren drehbaren Tafeln – Teil des großen Hochaltars im heutigen Dom. Zwei Bildtafeln sind jedoch verloren gegangen.

Die spezielle Führung zu den Barthel-Bruyn-Tafeln beginnt am Sonntag um 11.30 Uhr, Treffpunkt ist das Foyer der Domschatzkammer. Für drei Euro pro Person gibt es nicht nur viele Erläuterungen und historische Hintergründe – dann wird auch der Dreh-Mechanismus der fast 500 Jahre alten Bildtafeln demonstriert. (tr)

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