Die Taube Frida soll Frieden stiften

Eine Friedenstaube namens Frida ist der Star unter den Grundschülern der Winfriedschule in Essen. Durch sie angespornt werden sie sich in den kommenden Monaten intensiv mit dem Thema "Frieden" beschäftigen. Auch Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck ist von dieser Initiative begeistert.



Friedenstaube ist der Star unter Grundschülern

Frida ist keine gewöhnliche Taube: Sie ist klein, vergoldet und trägt einen Ölzweig im Schnabel. Sie ist auch nicht die einzige ihrer Art: Insgesamt 30 Friedenstauben des Landshuter Künstlers Richard Hillinger reisen momentan rund um die Welt. Während ihre Geschwister unter anderem schon beim Papst, dem Dalai Lama, Bundespräsidenten Christan Wulff oder Ministerpräsidentin Hannelore Kraft zu Besuch waren, ist Frida erst seit kurzer Zeit unterwegs. Ihre Mission: Frieden stiften. Denn die Taube ist auch ein Symbol für den Frieden. Ihr erster Stopp: Die katholische Winfriedgrundschule in Essen Huttrop. Bevor sie dort in den kommenden Wochen durch die Schulklassen wandert, war sie nun zu Gast im Bischofshaus. Dort gab Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck ihr seinen Segen.

„Eigentlich ist die Taube schon seit November bei uns an der Schule“, verrät Schulleiterin Birgitta Berndsen. „Das eigentliche Projekt startet aber erst jetzt im Januar“. Im Herbst des letzten Jahres hatte der Künstler eine Mail an alle Schulen in Deutschland geschickt, um sein Projekt vorzustellen. Die Schulleiterin war sofort begeistert: „Wir hatten eh vor, uns mit dem Thema „Frieden“ zu beschäftigen. Da kam die Mail zum richtigen Zeitpunkt“, so Berndsen. Dann ging auch alles schon ganz schnell. Wenige Wochen später kam die Taube ganz unbürokratisch, in einem Packet mit der Post.

Unter den Schülern ist Frida ein Star. Jeder von Ihnen will sie in den Händen halten, anfassen, streicheln. Von ihrer Bedeutung haben sie eine klare Vorstellung: „Wir nehmen Frida mit in den Unterricht und mit auf Klassenausflügen. Sie soll uns daran erinnern, dass wir friedlich mit den anderen umgehen“, weiß der Viertklässler Finn. Klassenkameradin Noelia ergänzt: „Sie soll uns auch daran erinnern, dass wir in den Pausen nicht streiten“. Am Ende der Aktion soll dann ein dickes Tagebuch stehen, in dem die Schüler ihre Erlebnisse mit der Taube festgehalten haben. „Wir schreiben, wie uns die Taube den Frieden gebracht hat“, so Noelia.

Zudem könnte Frieda auch außerhalb der Schule Friedensbesuche machen, weiß die Schulleiterin Birgitta Berndsen. Denkbar seien beispielsweise gemeinsame Aktionen mit den Bewohnern des Franz-Sales-Hauses, einer Einrichtung für Menschen mit geistiger Behinderung. „Naheliegend wäre auch ein Besuch der Taube in der Altentagesstätte, die sich in unserem Schulgebäude befindet. Aber da wollen wir den Schülern keine Vorgaben machen. Wir wollen, dass sie selber Ideen entwickeln, was wir mit der Taube noch machen könnten.“

Und wohin fliegt die Taube, wenn sie ihren Auftrag in Essen erfüllt hat? Da ist sich Schulleiterin Birgitta Berndsen noch unschlüssig: „Vielleicht fliegt sie dann nach Irland. Eine Mutter hat Kontakte zu einer Schule dort.“ Am schönsten sei es dann natürlich, wenn die Taube irgendwann den Weg zurück nach Essen finden würde: „Am besten mit einem dicken Tagebuch im Gepäck, das mit vielen Geschichten aus Irland gefüllt ist.“

Nicht nur die Schüler der Winfriedschule, sondern auch Bischof Overbeck freute sich über den Besuch im Bischofshaus: „Der Künstler wollte, dass ihr euch mit dem Thema „Frieden“ beschäftigt. Ich wünsche euch, dass dieses Thema für euch vielleicht auch ein Zugang zu Gott darstellt“, so der Bischof. (ms)

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