Die Kar- und Ostertage im Essener Dom

Im Essener Dom werden die Kar- und Ostertage wieder durch festlich gestaltete Gottesdienste begangen. Neben den großen liturgischen Feiern zwischen Palmsonntag und Ostermontag wird in der Karwoche auch zum Musikalischen Abendgebet eingeladen.


Palmsonntag, 29. März 2015

  7.30 Uhr    Hl. Messe
  9.45 Uhr    Palmweihe auf dem Domhof, Palmprozession zum Dom
10.00 Uhr    Pontifikalamt
                 
Zelebrant: Weihbischof Ludger Schepers

                  Musikalische Gestaltung:
                  Johann Sebastian Bach: Choräle aus der „Matthäus-Passion";
                  Johann Kuhnau: „Tristis est anima mea“; Anton Bruckner: „Christus factus est";
                  Quirino Gasparini: „Adoramus te, Christe“
                  Essener Domsingknaben, Leitung: Domkapellmeister Georg Sump

                  12.00 Uhr    Hl. Messe
                  19.00 Uhr    Hl. Messe


Gründonnerstag, 2. April 2015

 9.00 Uhr     Chrisam-Messe (Missa Chrismatis)
                  Zelebrant:  Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck in Konzelebration mit zwölf Pfarrern

                  Musikalische Gestaltung:
                  Neue Geistliche Lieder in Sätzen für Vorsänger, Band und Gemeinde
                  Mädchenchor am Essener Dom, Leitung: Professor Raimund Wippermann
 
19.00 Uhr    Hl. Messe vom letzten Abendmahl – Pontifikalamt
                  (Missa vespertina in cena domini)
                  Zelebrant: Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck  

                  Musikalische Gestaltung:
                  Heinrich Schütz: „Also hat Gott die Welt geliebt“, „Unser Herr Jesus Christus";
                  Maurice Duruflé: „Ubi caritas et amor"; Heino Schubert: „Gloria“;
                  Felix Mendelssohn-Bartholdy: Psalm 22; Anton Bruckner: „Tantum ergo“
                  Essener Domsingknaben, Leitung: Domkapellmeister Georg Sump

21.00 Uhr
bis
24.00 Uhr    Betstunden und deutsche Komplet
                  in der Anbetungskirche (Zugang nur durch das Atrium)


Karfreitag, 3. April 2015

15.00 Uhr    Die Feier vom Leiden und Sterben Christi
                  Offiziant: Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck

                  Musikalische Gestaltung:
                  Johann Sebastian Bach: Choräle aus der „Johannes-Passion“; Tomás Luis de Vittoria „Popule meus“;
                  Ernö Lányi: “Adoramus te”
                  Essener Domchor, Leitung: Domkantor Wolfgang Endrös


Karsamstag, 4. April 2015

21.30 Uhr    Osternachtliturgie - Missa Vigiliae Paschalis
                  Taufe eines Kindes, Erwachsenen-Taufe und -firmung
                  Zelebrant: Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck

                  Musikalische Gestaltung:
                  Felix Mendelssohn-Bartholdy: „Surrexit pastor bonus“; Psalmen und Gesänge zur Osternacht
                  Mädchenchor am Essener Dom, Leitung: Professor Raimund Wippermann


Ostersonntag, 5. April 2015
 
  7.30 Uhr    Hl. Messe
10.00 Uhr    Pontifikalamt
                 
Zelebrant: Weihbischof Wilhelm Zimmermann

                  Musikalische Gestaltung:
                  Michael Haydn: „Missa Sancti Hieronymi“ für Soli, Chor, Bläser und Basso continuo
                  Bläser des Essener Jugend-Symphonie-Orchesters
                  Essener Domchor, Leitung: Domkantor Wolfgang Endrös

12.00 Uhr    Hl. Messe
17.00 Uhr    Feierliche Ostervesper
               
   Offiziant: Dompropst Monsignore Thomas Zander
                  Kantor: Domkantor Wolfgang Endrös
19.00 Uhr    Hl. Messe


Ostermontag, 6. April 2015

  7.30 Uhr    Hl. Messe
10.00 Uhr    Pontifikalamt
                  Zelebrant: Weihbischof Ludger Schepers

                  Musikalische Gestaltung:
                  J.G. Rheinberger: „Messe B-Dur“ op. 172 für Männerchor (Orchesterfassung);
                  mehrstimmige Osterlieder im Wechsel mit der Gemeinde
                  Essener Philharmoniker u.a.
                  Männerchor der Essener Domsingknaben, Leitung: Domkapellmeister Georg Sump


12.00 Uhr    Hl. Messe
19.00 Uhr    Hl. Messe

 

Musikalisches Abendgebet in der Karwoche

Montag, 30. März 2015, 19.00 Uhr
„… gehorsam bis zum Tod …“

Aleksandras Kaċanauskas: „Christus factus est“, Juozas Naujalis: „In monte Oliveti“,
„Tristis est anima mea“, Artúr Harmat: „O crux ave“, Alajos Werner: „Tenebrae factae sunt“
Essener Domchor, Leitung: Domkantor Wolfgang Endrös


Dienstag, 31. März 2015, 19.00 Uhr
"Musik in die Stille"


Komponierte und improvisierte Musik für Chor und Orgel
Mädchenchor am Essener Dom
Domorganist Stefan Küchler-Blessing
Leitung: Professor Raimund Wippermann


Mittwoch, 1. April 2015, 19.00 Uhr
„Tod, Tor zum Leben“


Passionsmotetten, Felix Mendelssohn-Bartholdy: Psalm 22
Essener Domsingknaben
Leitung: Domkapellmeister Georg Sump



DAS STICHWORT: Palmsonntag

Mit dem Palmsonntag beginnt eine Woche vor > Ostern die > Karwoche. In Erinnerung an den triumphalen Einzug Jesu in Jerusalem treffen sich die Gläubigen zumeist vor der Kirche zur Segnung der Palmen (in Deutschland meist Buchsbaumzweige) und ziehen dann in einer Prozes-sion (Palmprozession) zum Gotteshaus. In der anschließenden Messfeier wird erstmals in der Karwoche die Botschaft vom Leiden und Sterben Jesu verkündet.



DAS STICHWORT: Chrisam-Messe

Missa chrismatis
die, (auch „Chrisam-Messe“ genannt), feierlicher Gottesdienst am Morgen des Gründonnerstages, in der der Bischof die Heiligen Öle weiht. Chrisam) (lou)

Chrisam
das oder der, Bez. für das geweihte Salböl, das bei Taufe, Firmung, Priester- und Bischofsweihe verwendet wird, ferner bei der Weihe von Altären und Kirchen. Chrisam ist ein Olivenöl, dem Balsam (wohlriechende Harzsekrete der Balsambaumgewächse) beigemischt wird. (lou)
 


DAS STICHWORT: Karwoche

Bezeichnung für die Woche vor Ostern mit Palmsonntag, Gründonnerstag, Karfreitag und –Samstag, auch „Heilige Woche“ genannt. Das Wort „Kar“ stammt aus dem Althochdeutschen und bedeutet "Trauer", "Klage" oder "Kummer".

Die Karwoche beginnt eine Woche vor Ostern mit dem Palmsonntag. In Erinnerung an den triumphalen Einzug Jesu in Jerusalem treffen sich die Gläubigen zumeist vor der Kirche zur Segnung der Palmen (in Deutschland meist Buchsbaumzweige) und ziehen dann in einer Prozession zum Gotteshaus.

Am Gründonnerstag (wohl von althochdeutsch „greinen“ = weinen) gedenkt die Kirche des letzten Abendmahles, das Jesus mit seinen Jüngern hielt, und damit der Einsetzung der Eucharistie. Nach dem Gloria-Gesang im Gottesdienst verstummen Orgel und Glocken, nach der Messfeier werden Blumenschmuck und Kerzen beiseite geschafft. In besonders gestalteten Betstunden oder im stillen Gebet gedenken die Gläubigen des Ölberggeschehens.
Eine Besonderheit im Gottesdienst am Gründonnerstag ist die Fußwaschung, die der Priester an zwölf Männern vollzieht in Erinnerung an Jesus, der an diesem Abend seinen Jüngern die Füße wusch. Diese Zeremonie macht deutlich, dass Christen einander dienen sollen. „Wenn ich, der Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, dann müsst auch ihr einander die Füße waschen.“ (Joh 13,14)

Der Karfreitag ist der Gedächtnistag der Kreuzigung. Er wird als Fasttag und im Zeichen der Trauer in Stille und Besinnlichkeit begangen. Am Nachmittag versammeln sich die Christen zum Wortgottesdienst mit Verlesung der Passionsgeschichte, zur Kreuzverehrung (das mit einem violetten Fastentuch bedeckte Kreuz wird enthüllt und durch Kniebeugen verehrt) und der anschließenden Kommunionfeier. In vielen Gemeinden
finden am Morgen des Karfreitags Kreuzwegandachten und Karfreitagsprozessionen statt.

Der Karsamstag schließlich ist der Gedächtnistag der Grabesruhe des Herrn. Es findet kein Gottesdienst statt; die Altäre in den Kirchen sind frei von Kerzen und Blumen. Erst in der Nacht zum ersten Ostertag oder sogar in der Frühe des Ostermorgens kommen die Christen zur Feier der Auferstehung zusammen.  (lou)



DAS STICHWORT: Ostern

Ostern
(ahd. „Morgenröte“), das älteste und höchste Fest im Kirchenjahr, an dem die Christen die Auferstehung Jesu Christi feiern. Das Fest ist  hervorgegangen aus der christlichen Umdeutung des jüdischen Paschafestes. Liturgischer Höhepunkt ist die Feier der Osternacht. 

Osternacht
die Nacht zwischen Karsamstag und Ostersonntag, in der die Christen die Auferstehung Jesu Christi von den Toten feiern. Die Feier der Osternacht, die am späten Abend vor dem Osterfest oder am frühen Ostermorgen stattfinden kann, beginnt außerhalb der Kirche mit einem Osterfeuer, an
dem die Osterkerze entzündet wird. Die Osterkerze wird mit dem Ruf „Lumen Christi“ („Licht Christi“) in die dunkle Kirche getragen, wobei der Priester oder Diakon das „Exsultet“, einen feierlichen Lobgesang, singt. Dann entzünden auch die Gläubigen ihre Kerzen am Licht der Osterkerze und halten Vigil. Anschließend folgen Lesungen aus dem Alten Testament, darunter der Bericht aus dem 2. Buch Mose (Exodus) vom Durchzug der Israeliten durch das Rote Meer aus der Sklaverei in die Freiheit. Am Ende der Vigil wird unter Glockengeläut das Gloria und nach der Osterepistel das Halleluja angestimmt. Es folgt das Evangelium von der Auferstehung Jesu Christi. Nach der Predigt schließt sich die Tauffeier an, in auch die bereits getauften Gläubigen einbezogen werden, indem sie ihr Taufbekenntnis erneuern und mit dem geweihten Wasser besprengt werden. Höhepunkt und Abschluss der Osternachliturgie ist die anschließende Eucharistiefeier.

Osterkerze
Eine große, häufig schön verzierte Kerze, die bei der Feier der Osternacht (Nacht vom Karsamstag zum Ostersonntag) als Sinnbild für den auferstandenen Christus am Osterfeuer vor der Kirche entzündet wird.. Während der Osterzeit, die bis Pfingsten dauert, steht die Osterkerze im Altarraum und wird während der Gottesdienste entzündet. Danach soll sie als österliches Symbol beim Taufbrunnen oder in der Taufkapelle aufgestellt werden. Um die Verbindung von Ostern und Taufe auszudrücken, werden bei der Taufe die Taufkerzen der Neugetauften an der Osterkerze entzündet. (lou)

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