Die Kar- und Ostertage im Essener Dom

Im Essener Dom werden die Kar- und Ostertage wieder durch besonders gestaltete Gottesdienste begangen. Neben den großen liturgischen Feiern zwischen Palmsonntag und Ostermontag, wird in der Karwoche auch zum Musikalischen Abendgebet eingeladen.

Palmsonntag, 17. April 2011

9.45 Uhr Palmweihe auf dem Domvorplatz
kurze Palmprozession zum Dom
10.00 Uhr Pontifikalamt
Zelebrant: Weihbischof Ludger Schepers

Musikalische Gestaltung:
Heino Schubert: "Paulus Messe"; Anton Bruckner: "Christus factus est"; Gyorgy Deak-Bardos: "Eli"; Johann Sebastian Bach: Choräle aus der "Johannespassion"
Essener Domsingknaben
Leitung: Domkapellmeister Georg Sump


Gründonnerstag, 21. April 2011

9.00 Uhr Chrisam-Messe (Missa Chrismatis)
Zelebrant:  Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck
in Konzelebration mit zehn Pfarrern
Musikalische Gestaltung:
Neue Geistliche Lieder in Arrangements für Gemeinde, Chor und Band 
 
19.00 Uhr Missa Vespertina in Cena Domini
Hl. Messe vom Letzten Abendmahl – Pontifikalamt
Zelebrant: Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck
Musikalische Gestaltung:
Maurice Duruflé: "Ubi caritas et amor"; Heinrich Schütz: "Unser Herr Jesus Christus" und "Also hat Gott die Welt geliebt"; Michael Haller: "Coenantibus illis"; Johann Kuhnau: "Tristis est anima mea"; Bernhard Weiß: "Liturgische Gesänge"
Essener Domsingknaben
Leitung: Domkapellmeister Georg Sump
21.00 Uhr bis 24.00 Uhr Anbetungskirche (Zugang nur durch das Atrium)
Betstunden und deutsche Komplet


Karfreitag, 22. April 2011

15.00 Uhr Die Feier vom Leiden und Sterben Christi
Offiziant: Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck
Musikalische Gestaltung:
Heinrich Schütz: "Johannes-Passion"; Tomás Luis de Victoria: "Popule meus"
Essener Domchor
Leitung: Domkantor Wolfgang Endrös


Karsamstag, 23. April 2011

21.30 Uhr Osternachtliturgie - Missa Vigiliae Paschalis
Zelebrant: Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck
Musikalische Gestaltung:
mehrstimmige Gesänge zur Liturgie von Wolfram Menschick und Andreas Boltz; Berthold Hummel: "Cantate Domino";
Norbert Hintermeier: "Freu dich, du Himmelskönigin"
Männerchor der Essener Domsingknaben
Leitung: Domkapellmeister Georg Sump


Ostersonntag, 24. April 2011

10.00 Uhr Pontifikalamt
Zelebrant: Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck
Musikalische Gestaltung:
J.G. Rheinberger: Messe Es-Dur (Orchesterfassung); Osterlieder in Sätzen für Gemeinde, Chor, Orchester und Orgel
Essener Jugend-Symphonie-Orchester
Mädchenchor am Essener Dom
Leitung: Professor Raimund Wippermann

17.00 Uhr Feierliche Ostervesper
Offiziant: Dompropst Otmar Vieth
Kantor: Professor Raimund Wippermann


Ostermontag, 25. April 2011

10.00 Uhr Pontifikalamt
Zelebrant: Weihbischof Ludger Schepers
Musikalische Gestaltung:
Wolfgang Amadeus Mozart „Krönungsmesse“ C-Dur, KV 317, für Soli, Chor und Orchester
Essener Domchor
Leitung: Domkantor Wolfgang Endrös


Musikalisches Abendgebet in der Karwoche

Montag, 18. April 2011, 19 Uhr
"Hosanna dem Sohne Davids - Kreuzige ihn"
Komponierte und improvisierte Musik "auf dem Weg" vom Palmsonntag zum Karfreitag
Mädchenchor am Essener Dom

Dienstag, 19. April 2011, 19 Uhr
"Tenebrae factae sunt"
Klagen in die Dunkelheit
Essener Domchor

Mittwoch, 20. April 2011, 19 Uhr
"Christus factus est pro nobis"
Musikalische Meditationen zur Passion
Essener Domsingknaben
 

DAS STICHWORT: Palmsonntag

Mit dem Palmsonntag beginnt eine Woche vor Ostern die Karwoche. In Erinnerung an den triumphalen Einzug Jesu in Jerusalem treffen sich die Gläubigen zumeist vor der Kirche zur Segnung der Palmen (in Deutschland meist Buchsbaumzweige) und ziehen dann in einer Prozession (Palmprozession) zum Gotteshaus. In der anschließenden Messfeier wird erstmals in der Karwoche die Botschaft vom Leiden und Sterben Jesu verkündet. (lou)


DAS STICHWORT: Chrisam-Messe

Missa chrismatis
die, (auch „Chrisam-Messe“ genannt), feierlicher Gottesdienst am Morgen des Gründonnerstages, in der der Bischof die Heiligen Öle weiht. (lou)

Chrisam
das oder der, Bez. für das geweihte Salböl, das bei Taufe, Firmung, Priester- und Bischofsweihe verwendet wird, ferner bei der Weihe von Altären und Kirchen. Chrisam ist ein Olivenöl, dem Balsam (wohlriechende Harzsekrete der Balsambaumgewächse) beigemischt wird. (lou)


DAS STICHWORT: Karwoche

Bezeichnung für die Woche vor Ostern mit Palmsonntag, Gründonnerstag, Karfreitag und –Samstag, auch „Heilige Woche“ genannt. Das Wort „Kar“ stammt aus dem Althochdeutschen und bedeutet "Trauer", "Klage" oder "Kummer".

Die Karwoche beginnt eine Woche vor Ostern mit dem Palmsonntag. In Erinnerung an den triumphalen Einzug Jesu in Jerusalem treffen sich die Gläubigen zumeist vor der Kirche zur Segnung der Palmen (in Deutschland meist Buchsbaumzweige) und ziehen dann in einer Prozession zum Gotteshaus.

Am Gründonnerstag (wohl von althochdeutsch „greinen“ = weinen) gedenkt die Kirche des letzten Abendmahles, das Jesus mit seinen Jüngern hielt, und damit der Einsetzung der Eucharistie. Nach dem Gloria-Gesang im Gottesdienst verstummen Orgel und Glocken, nach der Messfeier werden Blumenschmuck und Kerzen beiseite geschafft. In besonders gestalteten Betstunden oder im stillen Gebet gedenken die Gläubigen des Ölberggeschehens.
Eine Besonderheit im Gottesdienst am Gründonnerstag ist die Fußwaschung, die der Priester an zwölf Männern vollzieht in Erinnerung an Jesus, der an diesem Abend seinen Jüngern die Füße wusch. Diese Zeremonie macht deutlich, dass Christen einander dienen sollen. „Wenn ich, der Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, dann müsst auch ihr einander die Füße waschen.“ (Joh 13,14)

Der Karfreitag ist der Gedächtnistag der Kreuzigung. Er wird als Fasttag und im Zeichen der Trauer in Stille und Besinnlichkeit begangen. Am Nachmittag versammeln sich die Christen zum Wortgottesdienst mit Verlesung der Passionsgeschichte, zur Kreuzverehrung (das mit einem violetten Fastentuch bedeckte Kreuz wird enthüllt und durch Kniebeugen verehrt) und der anschließenden Kommunionfeier. In vielen Gemeinden finden am Morgen des Karfreitag Kreuzwegandachten und Karfreitagsprozessionen statt.

Der Karsamstag schließlich ist der Gedächtnistag der Grabesruhe des Herrn. Es findet kein Gottesdienst statt; die Altäre in den Kirchen sind frei von Kerzen und Blumen. Erst in der Nacht zum ersten Ostertag oder sogar in der Frühe des Ostermorgens kommen die Christen zur Feier der Auferstehung zusammen. (lou)


DAS STICHWORT: Ostern

Ostern
(ahd. „Morgenröte“), das älteste und höchste Fest im Kirchenjahr, an dem die Christen die Auferstehung Jesu Christi feiern. Das Fest ist hervorgegangen aus der christlichen Umdeutung des jüdischen Paschafestes. Liturgischer Höhepunkt ist die Feier der Osternacht. (lou)

Osternacht
die Nacht zwischen Karsamstag und Ostersonntag, in der die Christen die Auferstehung Jesu Christi von den Toten feiern. Die Feier der Osternacht, die am späten Abend vor dem Osterfest oder am frühen Ostermorgen stattfinden kann, beginnt außerhalb der Kirche mit einem Osterfeuer, an dem die Osterkerze entzündet wird. Die Osterkerze wird mit dem Ruf „Lumen Christi“ („Licht Christi“) in die dunkle Kirche getragen, wobei der Priester oder Diakon das „Exsultet“, einen feierlichen Lobegesang, singt. Dann entzünden auch die Gläubigen ihre Kerzen am Licht der Osterkerze und halten Vigil. Anschließend folgen Lesungen aus dem Alten Testament, darunter der Bericht aus dem 2. Buch Mose (Exodus) vom Durchzug der Israeliten durch das Rote Meer aus der Sklaverei in die Freiheit. Am Ende der Vigil wird unter Glockengeläut das Gloria und nach der Osterepistel das Halleluja angestimmt. Es folgt das Evangelium von der Auferstehung Jesu Christi. Nach der Predigt schließt sich die Tauffeier an, in die auch die bereits getauften Gläubigen einbezogen werden, indem sie ihr Taufbekenntnis erneuern und mit dem geweihten Wasser besprengt werden. Höhepunkt und Abschluss der Osternachliturgie ist die anschließende Eucharistiefeier. (lou)

Osterkerze
Eine große, häufig schön verzierte Kerze, die bei der Feier der Osternacht (Nacht vom Karsamstag zum Ostersonntag) als Sinnbild für den auferstandenen Christus am Osterfeuer vor der Kirche entzündet wird. Während der Osterzeit, die bis Pfingsten dauert, steht die Osterkerze im Altarraum und wird während der Gottesdienste entzündet. Danach soll sie als österliches Symbol beim Taufbrunnen oder in der Taufkapelle aufgestellt werden. Um die Verbindung von Ostern und Taufe auszudrücken, werden bei der Taufe die Taufkerzen der Neugetauften an der Osterkerze entzündet. (lou)

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