Die Barmherzigen Schwestern von der Heiligen Elisabeth zu Essen

Die Ordensgemeinschaft der Barmherzigen Schwestern von der heiligen Elisabeth ist aus den Beginenkonventen der Stadt Essen hervorgegangen. Diese Beginenkonvente waren Vereinigungen frommer Frauen, die sich caritativen und sozialen Werken widmeten.

Ihr Ursprung reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück. In der Stadt Essen gab es bis zum Ende des 19. Jahrhunderts noch drei Beginenkonvente: Im Zwölfling, Im Turm und Im Dunkhaus.

1838 wurden die Konvente Im Zwölfling und Im Turm zusammengelegt. 1840 wählten die Conventualinnen Clara Kopp zu ihrer neuen Oberin. Sie wirkte als Krankenpflegerin in der Stadt Essen. Ihr Ziel war, ein Krankenhaus zu gründen und ein klösterliches Leben zu führen.

Am 18. August 1843 erhielt Clara Kopp von den kirchlichen und staatlichen Behörden die Genehmigung, eine Ordensgemeinschaft zu gründen und ein Krankenhaus zu führen.

Das leerstehende und halb zerfallene Kapuzinerkloster in der Kapuzinergasse wurde das erste Mutterhaus und Krankenhaus. Die Gründerin wählte die Regel des heiligen Franziskus von Assisi, und als Patronin die heilige Elisabeth von Thüringen.

Dem gesamten Konvent der Elisabeth-Schwestern gehörten in der Anfangsphase insgesamt zehn Schwestern an. Mehr hätten es nach den Statuten auch nicht werden sollen. Die Sorge um Waisen, Kranke, pflegebedürftige und behinderte Menschen führte allerdings zu immer weiteren Niederlassungen, und das weit über die Stadtgrenzen von Essen hinaus. Im Laufe der Jahre wuchs die Ordensgemeinschaft auf über 800 Elisabeth-Schwestern an.

Heute leben im Mutterhaus des Ordens noch 68 Schwestern. 2002 fanden auch vier Karmelitinnen, deren Kloster am Duisburger Innenhafen zu groß geworden war, eine neue Heimat in Schuir. Doch nach wie vor leisten die Elisabeth-Schwestern caritative Dienste. „Wir kümmern uns um das, wofür andere keine Zeit haben“, erklärt Generaloberin Heriburgis Vetter. So sind einige wenige Schwestern noch immer im Elisabeth-Krankenhaus, im Haus Nazareth im Essener Südviertel und im Altenheim St. Georg in Essen-Heisingen aktiv. Der Geist des heiligen Franziskus und der heiligen Elisabeth weht auch mehr als 160 Jahre nach Gründung des Ordens weiter.(ul)

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