„Der Sozialstaat braucht zwei Beine“

„Der Sozialstaat des 21. Jahrhunderts braucht zwei Beine“ - so heißt das Thema beim diesjährigen Sozialpolitischen Aschermittwoch am 22. Februar 2012 in Essen. Professorin Dr. Jutta Allmendinger, Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB), wird über die Zukunftsperspektiven des Sozialstaates sprechen.



Sozialpolitischer Aschermittwoch der Kirchen

Die Evangelische Kirche im Rheinland und das Bistum Essen laden auch in diesem Jahr wieder zum gemeinsamen Sozialpolitischen Aschermittwoch der Kirchen ein. Das Thema lautet „Der Sozialstaat des 21. Jahrhunderts braucht zwei Beine“. Neben Präses Dr. h. c. Nikolaus Schneider und Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck wird Professorin Dr. Jutta Allmendinger sprechen. Sie ist als Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) eine der führenden Sozialforscherinnen Deutschlands und wird beim Sozialpolitischen Aschermittwoch über die Zukunftsperspektiven des Sozialstaates sprechen. Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 22. Februar, 10.30 Uhr, in der evangelischen Auferstehungskirche, Manteuffelstraße 26, in Essen, statt. Das Treffen wird gegen 12.00 Uhr mit einem Imbiss abschließen, bei dem die Möglichkeit besteht, noch einmal ins Gespräch zu kommen.

Damit setzen die Kirchen ihre gemeinsame Veranstaltungsreihe fort, die 1998 mit dem Sozialpolitischen Aschermittwoch in Duisburg begonnen hat und seit 2002 dauerhaft in Essen weitergeführt wird. Für das Bistum und die rheinische Kirche ist es gute Tradition, am Aschermittwoch für Solidarität und Gerechtigkeit einzutreten.

In ihrer Einladung zum Sozialpolitischen Aschermittwoch verweisen Präses Schneider und Bischof Overbeck darauf, dass „die Diskussionen um eine zukunftsfähige Fortschreibung der Sozialen Marktwirtschaft und um die Modernisierung des Sozialstaats um die Kernfrage kreisen, wie wirtschaftliche Gewinne und soziale Bedarfe in gerechtem Ausgleich aufeinander bezogen werden.“ Die Trennung von Wirtschaft und Sozialem wird immer stärker, so dass wirtschaftliche Gewinne und soziale Belange einen stärker werdenden Gegensatz bilden. In den Stellungnahmen der Kirchen zur christlichen Sozialethik wird hervorgehoben, dass wirtschaftlicher Erfolg und soziale Beteiligung sich gegenseitig bedingen. Sie weisen darauf hin, dass die wesentlichen Voraussetzungen für wirtschaftlichen Erfolg im sozialen Leistungsbereich erbracht werden und dieser dadurch stärkerer Förderung bedarf. Demzufolge sind berufliche Leistungsfähigkeit und familiäre Assistenzleistungen keineswegs Gegensätze. Im Gegenteil, ohne den Sozialbereich kann die Wirtschaft nicht erfolgreich sein.

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