Der Euro in Gefahr?

Die Staatsfinanzen so mancher EU-Mitglieder sind in eine bedrohliche Schieflage geraten. Welche Auswirkungen könnten diese finanziellen Turbulenzen auf die gesamte Europäische Gemeinschaft haben? Wie kann politisch gegengesteuert werden? Diesen Fragen geht am 4. November 2010 eine Tagung in der Katholischen Akademie "Die Wolfsburg" nach.


Wolfsburg diskutiert Finanzprobleme in den EU-Mitgliedstaaten

Kann ein Staat bankrott gehen? Diese Frage hat spätestens seit Bekanntwerden der finanziellen Schwierigkeiten Griechenlands an Relevanz gewonnen. Kurz nach den griechischen Wahlen im Oktober 2009 wurde der EU das tatsächliche - und bis dahin bewusst verschleierte - Ausmaß der griechischen Staatsverschuldung mitgeteilt. Schon der Beitritt Griechenlands zur Europäischen Währungsunion wurde nur auf der Grundlage gefälschter Daten ermöglicht. Bis zum Frühjahr 2010 spitzte sich die Lage derart zu, dass der totale finanzielle Zusammenbruch Griechenlands nur durch milliardenschwere Kredite des Internationalen Währungsfonds und der Euro-Länder verhindert werden konnte.

Aber ist die Gefahr damit nachhaltig gebannt? Welche Auswirkungen hätte ein Staatsbankrott Griechenlands für die gesamte EU und insbesondere für die Stabilität des Euros? In welchen anderen EU-Ländern drohen ähnliche Probleme mit möglicherweise noch weitreichenderen Konsequenzen? Und welche politischen Schritte zur Festigung finanzieller "Wackelkandidaten" in Europa sind aktuell nötig?

Diesen Fragen geht eine Vortrags- und Diskussionsveranstaltung zum Thema „Der Euro in Gefahr? Finanzprobleme einzelner Mitgliedstaaten und ihre Sogwirkung“ nach, zu der die Katholische Akademie „Die Wolfsburg“ in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes Nordrhein-Westfalen sowie der Universität Duisburg-Essen für Donnerstag, 4. November, 18.00 Uhr, in die Akademie, Falkenweg 6, Mülheim-Speldorf, einlädt.

Referenten sind Marc Jan Euman, Düsseldorf Staatssekretär für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien NRW; Professor Dr. Heinz-Jürgen Axt, Jean Monnet-Lehrstuhl für Europäische Integration und Europapolitik an der Universität Duisburg-Essen; Professor Dr. Hans Tietmeyer, Königstein, ehemaliger Präsident der Deutschen Bundesbank und Vorsitzender des Kuratoriums der Initiative „Neue Soziale Marktwirtschaft“, sowie Joachim Poß, Berlin, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, Zuständigkeitsbereich: Finanzen und Haushalt.

Anmeldung bei der Katholischen Akademie „Die Wolfsburg“, Tel. 0208/ 999 19 981, Fax 0208 / 999 19 110, E-Mail die.wolfsburg@bistum-essen.de (Tagungsnummer 10071). (do)

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