Der Austausch, die Kultur, der Film

Seit fast zehn Jahren findet ein reger Austausch statt. Zur Zeit sind wieder 18 Jugendliche und zwei Lehrer aus Südpolen zu Gast am Bischöflichen Gymnasium Am Stoppenberg. Im Mittelpunkt der Begegnung steht diesmal die Kulturhauptstadt Ruhr 2010.

Deutsch-polnischer Austausch am Gymnasium Am Stoppenberg


Polnisch, deutsch und englisch – auf dem Domplatz geht es international zu. Insgesamt 20 Jugendliche des Bischöflichen Gymnasiums am Stoppenberg sind gemeinsam mit 18 Austauschschülern aus Polen seit Samstag, 26. September, unterwegs auf den Spuren der Kulturhauptstadt Ruhr 2010. Nach einer Pause und einem Einkaufsbummel in der Innenstadt stehen heute (Mittwoch, 30. September) für die polnischen Schüler und Lehrer der Oberschule Stefan Zeromski im südpolnischen Bielsko-Bialoa sowie für die Stoppenberger Gymnasiasten ein Besuch im Essener Dom und in der Domschatzkammer auf dem Programm.

Seit dem Jahr 2000 gibt es den deutsch-polnischen Austausch. „Es ist eine kulturelle Begegnung. Einige unserer Schüler sind polnischer Abstammung, sie entdecken durch den Austausch die Wurzeln ihrer Eltern oder Großeltern. Für andere Teilnehmer ist es einfach ein großes Abenteuer, eine andere europäische Kultur kennenzulernen“, fasst Andreas Ciecior, Lehrer am Gymnasium am Stoppenberg und gemeinsam mit Deutschlehrer Andreas Dreckmann Koordinator des Austausches, das Ziel der Begegnung zusammen. Dass der Kontakt und auch die Auseinandersetzung mit der Kultur eines fremden Landes die Schüler anspricht, zeige nicht zuletzt die Tatsache, dass einige der deutschen Schüler bereits zum wiederholten Male mitmachen, so Dreckmann.

Das diesjährige Projekt in Deutschland verlangt allen Teilnehmern jede Menge ab. Die Kulturhauptstadt Ruhr 2010 immer im Blick, stehen auf dem Programm: Weltkulturerbe Zollverein, Villa Hügel, Aalto-Theater, Dom, eine Fahrt mit der Kulturlinie 107. Immer dabei: die Filmkamera. Tagsüber, während der Ausflüge, wird gefilmt. Nachmittags oder abends dann geschnitten, möglicherweise das eine oder andere noch eingespielt. „Gemeinsam mit den polnischen Schülern wollen wir einen Fim zur Kulturhauptstadt drehen – aus dem polnischen wie aus dem deutschen Blickwinkel. Das Film-Projekt ist toll, aber anstrengend“, meinen Dominik Korthaus und Lukas Brauksiepe.

Die beiden Schüler des 12. Jahrganges sind begeistert vom Austausch mit Polen und bereits das zweite Mal dabei. Beim ersten Mal war es einfach die Neugierde, etwas Neues kennenzulernen. „Wir haben so viel gesehen und gelernt. Die Polen sind sehr gastfreundliche Menschen, und das Land ist einfach wunderschön“, sind sich die beiden Freunde einig. Und nicht zuletzt dehalb haben sie sich auch in diesem Schuljahr, trotz Klausurenstress, wieder bereit erklärt,  als Gastgeber am Austauschprojekt teilzunehmen. „Jetzt möchten wir unseren polnischen Gästen auch eine schöne Zeit in Essen bieten.“

Noch bis zum kommenden Samstag, 3. Oktober, sind die polnischen Schüler und Lehrer der Oberschule Stefan Zeromski Bischöflichen beimGymnasium am Stoppenberg zu Gast. Die fertiggestellten Filme haben am Freitag, 2. Oktober, während des Abschiedsfestes ab 18 Uhr in der Schule, Am Mühlenbruch 51, dann Premiere.(dr)

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