Den christlich-islamischen Dialog vorangebracht

Seit 40 Jahren besteht jetzt der "Interkulturelle Arbeitskreis Gelsenkirchen". Er ist damit ist das älteste Dialogforum in Deutschland. Mit einem "Interreligiösen Friedensfest" am 3. Oktober 2012 in Gelsenkirchen werden die Jubiläumsfeiern eröffnet.

40 Jahre Interkultureller Arbeitskreis Gelsenkirchen

Er ist das älteste Dialogforum Deutschlands und hatte sich von Anfang an die Initiierung eines christlich-islamischen Dialoges auf die Fahne geschrieben.  In diesem Jahr kann der „Interkulturelle Arbeitskreis Gelsenkirchen“ sein 40-jähriges Bestehen feiern.

1972 wurde er als „Evangelischer Arbeitskreis für Ausländerfragen“ gegründet. Neben muslimischen Vertretern schlossen sich sehr früh die Katholische Stadtkirche Gelsenkirchen, die Wohlfahrtsverbände sowie Institutionen wie Schulen, Kindertagesstätten oder die Polizei dem Arbeitskreis an, der aufgrund dieser breiten Mitgliederbasis seinen Namen in  „Interkultureller Arbeitskreis Moschee und Kirche in unserer Stadt Gelsenkirchen“ änderte.
Im Jahr 2006  wurde neben 13 Moscheevereinen auch die jüdische Gemeinde Mitglied im Arbeitskreis. Von da an war er nicht mehr nur dialogisch, sondern trialogisch ausgerichtet. Deshalb wurde auch der Zusatz Moschee und Kirche aus dem Namen gestrichen und lautete nur noch „Interkultureller Arbeitskreis Gelsenkirchen“.

Den Auftakt der Jubiläumsfeier bildet das Interreligiöse Friedensfest am Mittwoch, 3. Oktober, 15.00  bis 18.00 Uhr, auf dem König-Heinrich- Platz in Gelsenkirchen. Es beginnt mit Grußworten und einem multireligiösen Gebet. Dann gibt es Vorführungen einzelner Migrantenselbstorganisationen sowie Action- und Spaßangebote für Kinder und Jugendliche.

Um einen Rückblick und Ausblick des interkulturellen und interreligiösen Dialogs in Gelsenkirchen und Nordrhein-Westfalen geht es am 18. November auf einer Podiumsdiskussion im Evangelischen Gemeindehaus Rotthausen, Schonnebecker Straße 25. Von 16.00 bis 18.00 Uhr wollen hier Vertreterinnen und Vertreter kirchlicher, muslimischer und anderer Institutionen miteinander ins Gespräch kommen.

Mit einem Konzert am 27. November, 19.00 Uhr, in der katholischen Kirche St. Georg, Franz-Bielefeld-Straße. 36, 45881 Gelsenkirchen, klingen die Jubiläumsfeiern aus. Hier kommt es zu einer Verbindung westlicher und östlicher Musikstile.

Intensiv beteiligt bei der Planung und Durchführung der Veranstaltungen zum 40jährigen Jubiläum ist Dr. Detlef Schneider-Stengel. Er gehörte rund neun Jahre lang als katholischer Islambeauftragter sowie als Beauftragter der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit dem Arbeitskreis an. Seit März dieses Jahres ist Schneider-Stengel als Diözesanreferent für theologische Grundsatzfragen, Migration, Integration und Interreligiösen Dialog im Bischöflichen Generalvikariat Essen und arbeitet außerdem als Pastoralreferent in der Pfarrei St. Urbanus, Gelsenkirchen-Buer. (do)

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