„Den Auftrag weiterhin ernst nehmen"

Der Essener Weihbischof em. Franz Grave hat anlässlich einer Pressekonferenz zum 50-jährigen Bestehen der Polizeiseelsorge in NRW eine positive Bilanz gezogen. Er betonte in Düsseldorf, dass die Kirchen diesen Auftrag auch weiterhin ernst nehmen und zukunftsfähig machen müssten.



Weihbischof em. Franz Grave zum 50-jährigen Bestehen der Polizeiseelsorge in NRW


Der Essener Weihbischof em., Franz Grave, hat eine positive Bilanz zur Zusammenarbeit von Kirche und Staat im Bereich der Polizeiseelsorge gezogen. Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit NRW-Innenminister Ralf Jäger und Nikolaus Schneider, dem Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, zum 50-jährigen Bestehen der Polizeiseelsorge in Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf betonte er: „Es ist ein Verhältnis, das von gegenseitigem Respekt und Wohlwollen geprägt ist und auch für die Zukunft ein positives Zusammenwirken zum Wohle der Polizei verheißt“.

Als Vertreter der katholischen (Erz-)Bischöfe Nordrhein-Westfalens machte er deutlich, warum sich Kirche in der Polizeiseelsorge engagiert: „Kirche darf nicht vom Rande der Gesellschaft aus agieren. Ihre Chance besteht darin, auf Augenhöhe mit dem Menschen in Kontakt zu treten. Aus dieser Perspektive kann die Kirche im Bereich der Polizeiseelsorge nur glaubwürdig und kompetent sein, wenn sie nah bei den Beamtinnen und Beamten ist“. So nehmen die Seelsorgerinnen und Seelsorger zum Beispiel an nächtlichen Streiffahrten teil oder begleiten die Beamten bei der Überbringung von Todesnachrichten. „Hier werden die Polizeibeamten und die Seelsorger ganz eins in ihrer Sorge um die Menschen“, so Grave.

Für die Kirchen bedeute dies, dass sie den Auftrag in der Polizeiseelsorge nicht nur bewerben, sondern ihn auch – selbst in Zeiten personeller Engpässe ernst nehmen und zukunftsfähig machen müssten, betonte Grave. „Den Seelsorgern kann nicht genug Dank und Wertschätzung entgegengebracht werden“.

Zufrieden zeigte sich der Weihbischof auch hinsichtlich der Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirche: „Die Polizeiseelsorge ist ein bewährtes Feld ökumenischer Zusammenarbeit, wenn nicht sogar ein Markenartikel dieser Arbeit“, so Grave. „Wir wünschen uns, dass die Kooperation auch zukünftig weiter so gut funktioniert“.

Heute vor 50 Jahren hatte das Land Nordrhein-Westfalen mit den katholischen (Erz-)Bistümern und den evangelischen Landeskirchen eine Vereinbarung über die Polizeiseelsorge geschlossen. Mittlerweile sind landesweit 24 hauptamtliche Seelsorgerinnen und Seelsorger bei den Polizeipräsidien und Kreispolizeibehörden im Dienst. Weitere Informationen zur Polizeiseelsorge auch im Internet unter www.nordrhein-westfalen.polizeiseelsorge.org. (ms)

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