Day of Song: Die Metropole Ruhr singt.

Mal Opernhaus, mal Partyraum, mal Konzerthalle – die blau-weiße Fußballarena auf Schalke war beim grandiosen Abschlusskonzert des Ruhr.2010-Projektes "!SING - Day of Song" nicht wiederzuerkennen. Mit dabei unter den 60.000 Sängerinnen und Sängern waren auch über 120 Chöre aus dem Ruhrbistum.

60.000 Sängerinnen und Sänger beim Abschlusskonzert auf Schalke

Hätte es wirklich noch eines Beweises bedurft, warum das Ruhrgebiet zu Recht den Titel „Kulturhauptstadt 2010“ trägt? Das Abschlusskonzert des Ruhr.2010-Projektes „!SING - Day of Song“ in der Gelsenkirchener Veltins-Arena sollte auch die letzten Zweifler überzeugt haben. Wann hat es das schon einmal gegeben? Eine ganze Region singt. Einen ganzen Tag, eingeleitet von Mitternachts- und Sonnenaufgangskonzerten, sangen zehntausende Menschen auf Kanalschiffen, Marktplätzen, Schulhöfen, Geschäften, in Kirchen, Alten- und Krankenhäusern, sogar in der U-Bahn. Mit dabei auch über 120 Chöre und Chorgemeinschaften mit über 6.000 Sängerinnen und Sänger des Cäcilienverbandes im Bistum Essen.

Erster Höhepunkt des „Day of Song“: Ein gemeinsames „Massen-Singen“ am Mittag in über 50 Städten der Metropole Ruhr. Nach dem Läuten der Kirchenglocken stimmten Punkt 12.10 Uhr alle „Mit-!SINGer“ gleichzeitig das traditionsreiche Bergmannlied „Glück auf. Der Steiger kommt“  und die neue Grönemeyer-Hymne „Komm zur Ruhr“ an. Das akustische Startzeichen für alle beteiligten Sängerinnen und Sänger gab übrigens der Projektchor des Bistums Essen unter Leitung von Stefan Glaser. Rund 10.000 Menschen hatten sich bei strahlendem Sonnenschein auf dem Burgplatz am Essener Dom eingefunden – und sangen kräftig mit.

Absoluter Höhepunkt: Das Abschlusskonzert mit rund 60.000 Sängerinnen und Sängern, davon rund 8.000 platziert auf dem Spielfeld, in der Veltins-Arena auf Schalke. Unter dem mitreißenden Dirigat von Steven Sloane, dem Künstlerischen Direktor von RUHR.2010, ging es zweieinhalb Stunden querfeldein durch die Musikgeschichte – von Beatles über Beethoven bis zu Händels „Halleluja“, von Verdis „Gefangenenchor“ , über Volkslieder („Kein schöner Land“) bis zum „Ave Maria“, das der US-amerikanische Vokalkünstler Bobby McFerrin auf seine Weise faszinierend interpretierte.    

Mal Opernhaus, mal Partyraum, mal Konzerthalle – die blau-weiße Fußballarena war nicht wiederzuerkennen. Niemand an diesem Abend war einfach nur Zuschauer. Niemand musste aufgefordert werden, wenigstens den Refrain mitzusingen. Gänsehaut-Feeling pur - auch bei den Top-Stars des Abends: neben Bobby McFerrin, die Operndiva Vesselina Kasarova, die Wise Guys und der belgische Mädchenchor Scala & Kolacny Brothers. Als kurz vor Schluss die ganze Arena Edward Elgar’s Hymne „Land of Hope und Glory“ anstimmte, hielt es niemand mehr auf den Sitzen. „Unbeschreiblich“, waren sich die Sängerinnen und Sänger im weiten Rund einig.

 „Ein unvergesslicher Abend“, zeigte sich auch Ruhrbischof Dr. Franz-Josef Overbeck nach dem Gesangsfest begeistert.  Keine Frage: Auch ihn hatte es nicht auf seinem Platz gehalten, auch er stimmte immer wieder spontan mit in den Gesang ein. Ganz besonders freute er sich darüber, dass vor allem so viele kirchliche Chöre und Chorgemeinschaften sich am Day of Song beteiligt hatten. „Ein schöner Beweis,  wie lebendig die Musik in dem Gemeinden des Ruhrbistums nach wie vor ist.“ (ul)      

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