Das Ohr stets am Puls der Zeit gehabt

"Sein Ohr hat er stets am Puls der Zeit und ein Herz, das für die Menschen im Ruhrgebiet schlägt" - lobende Wort für Weihbischof Franz Grave, der jetzt sein Silbernes Bischofsjubiläum feierte.


Weihbischof Franz Grave feierte Silbernes Bischofsjubiläum

Mit einem feierlichen Gottesdienst im Essener Dom und einem anschließenden Empfang hat das Bistum Essen am Sonntag, 5. Mai, das Silberne Bischofsjubiläum von Weihbischof Franz Grave gefeiert. Vor 25 Jahren, am 3. Mai 1988, hatte er durch den damaligen Bischof von Essen, Dr. Franz Hengsbach, im Essener Dom die Bischofsweihe empfangen, nachdem ihn Papst Johannes Paul II. zum Titularbischof von Tingaria/Mauretanien und Weihbischof in Essen ernannt hatte.

Als einen Menschen, Priester und Bischof, in dessen Leben es „verschiedene Heimatorte“ gebe, beschrieb Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck den Jubilar in der Festpredigt. Diese Heimatorte, auf der einen Seite die St. Elisabeth-Kirche in Essen-Frohnausen, in dessen Schatten Grave wohne, auf der anderen Seite das Ruhrgebiet, zeigten, auf welchem Fundament Weihbischof Grave als Christ stehe: „Einerseits auf dem Fundament einer engen Beziehung zur Kirche und ihrer durch die heilige Elisabeth versinnbildlichten sozialen Botschaft, nämlich der Sorge um die Armen und der Verehrung Gottes, und andererseits auf dem Grund einer festen Verwurzelung im alltäglichen Leben mit all seinen Sorgen, Nöten und Herausforderungen“, so Bischof Overbeck. Dies seien die Wesensmerkmale, die den priesterlichen und bischöflichen Dienst Graves auszeichneten und ihn zu einem „unermüdlichen Verkünder der katholischen Soziallehre“ und Verteidiger der Rechte der arbeitenden Menschen machten. „Bis heute hat Weihbischof Grave sein Ohr am Puls der Zeit und ein Herz, das für die Menschen im Ruhrgebiet schlägt“, betonte Overbeck.

Das Ruhrbistum sei für Grave ein ganz zentraler Heimatort. Er sei den Weg des Bistums von seinen Anfängen bis heute mitgegangen und habe stets ein sensibles Gespür für die Verbindung zwischen der Kirche und ihrer sozial umzusetzenden Botschaft gezeigt. Als Adveniat-Bischof seien für Grave ab 1992 Lateinamerika und die Karibik zu einem ganz neuen Heimatort geworden. „Weltkirchliches Lernen wird eines der großen Lebensthemen im Bischofsamt“, so Overbeck. Die Mitte all dieser Heimatorte von Franz Grave sei „der Mensch mit seiner ihm von Gott geschenkten Würde, ob zuhause in seiner Familie und Heimatgemeinde, im Ruhrgebiet, im Bistum oder in Lateinamerika und der Karibik“. Der letzte bedeutende Heimatort sei jedoch Gott. Grave sei es in seinem priesterlichen und bischöflichen Dienst immer darum gegangen, „ dass alle  Menschen ihren Weg zu Gott finden“, unterstrich der Ruhrbischof, der dem Jubilar dafür herzlich dankte. (do)          

Predigt von Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck

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