von Cordula Spangenberg

Das gute Leben: Arbeit, Familie, Freizeitspaß

Bischöfliches Gymnasium am Stoppenberg sammelt beim Oberstufen-Tag in der „Wolfsburg“ Wünsche der Abiturienten an die Ruhr-Region.

Was junge Erwachsene sich für ihr künftiges Leben im Ruhrgebiet wünschen, war Thema des Oberstufen-Tages, den das Bischöfliche Gymnasium Am Stoppenberg für den aktuellen Abiturjahrgang am Donnerstag, 6. Oktober, in der Katholischen Akademie „Die Wolfsburg“ ausgerichtet hatte. „Region im Wandel“ war auch deshalb Thema des zum dritten Mal stattfindenden Oberstufen-Tages, weil das Gymnasium derzeit anlässlich seines Schuljubiläums einerseits Rückschau auf die vergangenen 50 Jahre hält, andererseits einen Blick in die Zukunft wirft.

Zunächst hatte sich jeder der 144 Schülerinnen und Schüler für einen Themenschwerpunkt entschieden: Gesellschaft oder Kultur, Arbeitswelt oder Freizeit, Technik oder Kirche. Das Spektrum war breit gefächert, und für jeden Workshop standen renommierte Referenten aus anerkannten Institutionen des Ruhrgebietes zur Verfügung: Stiftung Zollverein, Ruhr Museum, Accenture-Stiftung, Regionalverband Ruhr (RVR), Kreishandwerkerschaft, Caritas, Bistum Essen und nicht zuletzt „Die Wolfsburg“ als Veranstalter des Oberstufen-Tages.

Die Ergebnisse, die nach einem gut gefüllten Seminartag zusammengetragen wurden, sprechen für sich. Die Jugendlichen wünschen sich zunächst eine hochwertige Ausbildung, dann angemessen bezahlte Arbeitsplätze und dazu eine gute Lebensqualität. Die zeigt sich nach Vorstellung der künftigen Abiturienten in bezahlbarem Wohnraum, guten Freizeit-, Shopping-, Kultur- und Sportmöglichkeiten, in verlässlicher medizinischer Versorgung und einer intakten Natur. Das Nebeneinander von althergebrachten und neuen Möglichkeiten zeigt sich für junge Menschen zum Beispiel darin, dass Gaming-Szene und Pop-Kultur neben Oper und Schauspiel konfliktfrei ihre Existenzberechtigung gefunden haben.

Welche Zukunft sich die nachwachsende Generation wünscht, kommt unmissverständlich zum Ausdruck in Randnotizen wie „Eigenständigkeit“, „Sicherheit“ oder „Familie, Freunde, Heiraten, Kinder, Haustiere“. Aber die Schüler des Gymnasiums am Stoppenberg haben auch Angst vor Verantwortung, vor Überforderung und davor, arbeitslos und abgehängt zu sein. Ihre Erfahrung: „Wer Geld hat, bekommt mehr Bildung.“

Die Kirche beurteilten viele Jugendliche in der „Wolfsburg“ als „alt“ und „konservativ“, sie sehen für sich wesentlich mehr sinnstiftende Alternativen, als vorhergehende Generationen für sich hätten beanspruchen können. Allerdings beobachten etliche Jugendliche auch bemerkenswerte Veränderungen in der Kirche: Es sei leichter geworden, mit Priestern und anderen Kirchenvertretern ins Gespräch zu kommen. Außerdem gebe es im Bistum Essen Jugendkirchen wie cross#roads in Essen, GleisX in Gelsenkirchen oder Tabgha in Oberhausen, in denen ein einfacher Kontakt zur Kirche möglich sei.

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