Das Bekenntnis zum Kind in der Krippe

Der christliche Glaube hat nicht nur eine persönliche, individuelle Bedeutung. Zu ihm gehöre, sich zu dem Kind im Stall von Bethlehem zu bekennen. Das unterstrich Weihbischof Ludger Schepers im Festgottesdienst am 2. Weihnachtsfeiertag im Essener Dom.



Predigt von Weihbischof Ludger Schepers am 2. Weihnachtsfeiertag

Nach Ansicht von Weihbischof Ludger Schepers hat der christliche Glaube nicht nur eine persönliche, individuelle Bedeutung. „Es gehört zu ihm, sich zu dem Kind zu bekennen, das an Weihnachten im Stall von Bethlehem geboren wurde“, unterstrich er im Festgottesdienst am 2. Weihnachtsfeiertag, 26. Dezember, im Essener Dom.

Ein solches klares Bekenntnis sei heute eher unüblich, gelte doch die weit verbreitete Meinung, dass jeder nach seiner Fasson selig werden soll. „Ob ich Christ bin oder nicht, wie ich meinen Glauben verstehe oder wie Du ihn verstehst, ob Du zu einer Kirche gehörst, zu welcher Konfession auch immer – alles ist egal“, sagte Schepers.

Der heilige Stephanus (ca. 1-36/40 n. Chr.), dessen Gedenktag die Kirche am 26. Dezember feiert, habe das anders gesehen. Der Diakon der Jerusalem Urgemeinde habe seine Sicht klar und deutlich gesagt. „Er hat sich öffentlich als Christ geoutet und sich zu seiner Erfahrung mit Gott bekannt“, so Schepers.

Stephanus hat die Auseinandersetzung mit den Führern des hellenistischen Judentums nicht gescheut, seine Meinung nicht intolerant oder gewalttätig vertreten und ist für sein Bekenntnis zu Jesus Christus zu Tode gesteinigt worden.

„Wenn wir an der Krippe stehen, stellt sich für uns die Frage: Wofür stehe ich ein mit meinem Leben? Welche Wahrheit kann ich bezeugen?“, so der Weihbischof. Wer dann ein klares Bekenntnis zu Gott ablege, stoße nicht immer auf offene Ohren, werde vielleicht belächelt oder manchmal insgeheim bewundert. „Voraussetzung für ein solches Bekenntnis ist, dass ich mich von Gottes Wirklichkeit ergreifen lasse, dass ich eine eigene Erfahrung gemacht habe, für die ich einstehen und die ich bezeugen kann“, betonte Schepers. (do)


Predigt von Weihbischof Ludger Schepers

Pressestelle Bistum Essen

Zwölfling 16
45127 Essen

0201/2204-266

0201/2204-507

presse@bistum-essen.de

Presse