Das alte Leben hinter sich lassen

Am 23. Juni wird der ehemalige Essener Maurus Scholz durch Erzbischof Dr. Robert Zollitsch zum Diakon geweiht. Seit 2004 gehört Scholz den Benediktinern in Beuron an.

Erzbischof Zollitsch weiht ehemaligen Essener zum Diakon

Erzbischof Dr. Robert Zollitsch wird am Sonntag, 23. Juni um 10 Uhr, in der Pfarrkirche St. Kornelius und Cyprian in Kirrlach sechs junge Männer zu Diakonen weihen. Unter ihnen ist auch Maurus Scholz, der ursprünglich aus Essen stammt. Seit 2004 gehört er den Benediktinern in Beuron an, zuvor hat er als Restaurantfachmann gearbeitet. „Das Abitur habe ich auf dem zweiten Bildungsweg erworben“, berichtet er, „zusammen mit einer ehemaligen Ordensschwester. Was sie erzählt hat, hat mich fasziniert und interessiert.“ Und zwar so sehr, dass er den umgekehrten Weg gegangen ist und kurzerhand sein altes Leben im Ruhrgebiet hinter sich gelassen hat.

„Ich bin evangelisch getauft, aber nicht religiös aufgewachsen. Klöster kannte ich nicht, aber von Beuron hatte ich schon gehört. So bin ich dann einfach eines Tages per Anhalter ins Donautal gefahren – einen großen Hausstand hatte ich nicht.“ Das war im Sommer 2003. Zuerst lebte er einfach mit im Benediktinerkloster: „Ich habe alles aufgesogen wie ein Schwamm.“ Dann wurde die Betreuung des Gästeflügels vakant und er hatte seinen Platz gefunden. Er konvertierte und begann sein Noviziat, im Februar 2009 legte er die feierliche Profess ab. „Eigentlich wollte ich nur Mönch sein und kein Priester werden, aber die Ordensoberen fanden das schon richtig für mich.“ Bruder Maurus studierte von 2007 bis 2012 Theologie in Salzburg, kam zur Pastoralausbildung aber nach Freiburg: „Ich hätte auch in Salzburg bleiben können, aber ich wollte in meinem neuen Heimatbistum Diakon und dann Priester werden.“ (pef).

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