Dank, Anerkennung und hoher Respekt

Um ihre Aufgabe wurde sie nicht beneidet. Mehr als fünf Jahre wurde Dorothee Trynogga immer wieder mit menschlichen Abgründen konfrontiert. Jetzt übergibt sie ihr Amt als Bischöfliche Beauftragte für die Prüfung von Vorwürfen sexuellen Missbrauchs in andere Hände.


Dorothee Trynogga beendet Dienst als Beauftragte für Sexuellen Missbrauch

Um ihre Aufgabe wurde sie nicht beneidet. Mehr als fünf Jahre wurde Dorothee Trynogga immer wieder mit menschlichen Abgründen konfrontiert, musste erfahren, dass auch Kirche keineswegs eine heile Welt ist. Jetzt wird sie ihr Amt als Bischöfliche Beauftragte für die Prüfung von Vorwürfen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger und erwachsener Schutzbefohlener in andere Hände übergeben. Zum 1. Oktober wird ihr bisheriger Stellvertreter Karl Sarholz die Aufgabe vorerst übernehmen.

Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck würdigte die Arbeit von Dorothee Trynogga in seinem Entpflichtungsschreiben. Über viele Jahre habe sie ihr Amt als Beauftragte für die Prüfung sexuellen Missbrauchs mit großem Engagement und äußerst gewissenhaft wahrgenommen. „Von Herzen spreche ich Ihnen meinen aufrichtigen Dank für Ihren langjährigen Dienst aus, den Sie in einer Zeit ausgeübt haben, die für unsere Kirche in Deutschland und auch bei uns im Bistum Essen außerordentlich schwierig war.“

Dorothee Trynogga sei maßgeblich daran beteiligt gewesen, im Bistum Essen alles zu tun, um zahlreiche Fälle aufzuklären und den Opfern sexuellen Missbrauchs dabei zu helfen, ihre schrecklichen Erfahrungen auszusprechen und dadurch Hilfe zu erfahren, so der Ruhrbischof. Er wisse, dass diese Aufgabe für die 51-jährige Diplom-Theologin oft auch sehr belastend gewesen sei. „Dennoch haben Sie mit Umsicht agiert und gemeinsam mit dem Arbeitsstab alles getan, um die Vielzahl der menschlichen Schicksale gut zu bearbeiten und vor allem die Not der Opfer ganz besonders im Blick gehalten“, lobte der Ruhrbischof. Der Bischof sprach ihr – auch in einem persönlichen Gespräch – „Dank, Anerkennung und hohen Respekt“ aus.

Auch in Zukunft ist die Aufgabe des Bischöflichen Beauftragten eingebunden in einen Beraterstab. Frauen und Männer mit unterschiedlichen Fachkompetenzen stehen hier zur Verfügung, um Vorwürfe sexueller Gewalt zu prüfen und dem Bischof entsprechende Empfehlungen für nötige Handlungsschritte zu geben. Dabei legt der Bischof Wert auf die Unabhängigkeit der Beraterinnen und Berater, die deshalb in keinem Dienstverhältnis mit dem Bistum Essen stehen und ihre Aufgabe ehrenamtlich wahrnehmen. (ul)

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