von Cordula Spangenberg

„Da ist noch ein anderes Fundament, auf dem wir stehen“

Diakonenweihe für den 32-jährigen Oliver Schmitz in seiner Heimatkirche St. Joseph in Essen-Steele-Horst - schon seine Großeltern feierten hier ihre Hochzeit.

Auf seinem Weg zum Priesteramt ist Oliver Schmitz am Sonntag in seiner Heimatkirche St. Joseph in Essen-Steele-Horst durch Weihbischof Ludger Schepers zum Diakon geweiht worden. Oliver Schmitz ist 32 Jahre alt und einziger Priesteramtskandidat seines Jahrgangs im Bistum Essen. Deshalb absolvierte er den vorbereitenden Diakonatskurs gemeinsam mit zwei Münsterschen Mitbrüdern. Als Diakon eingesetzt wird er nun bis Aschermittwoch 2017 in der Pfarrei St. Hippolytus in Gelsenkirchen-Horst. Anschließend wird er sich auf seine Priesterweihe vorbereiten.

Schmitz freut es besonders, dass er seine Diakonenweihe in der Kirche empfangen konnte, in der schon seine Großeltern geheiratet haben, und mit der er als Kind und Jugendlicher aufgewachsen ist. Bevor er sich für den Priesterberuf entschied, hatte Schmitz zunächst Jura studiert und das erste Staatsexamen abgeschlossen. „Kurz nach dem Abitur hatte ich schon überlegt, ob ich Priester werden möchte, wollte aber auch gern mit Frau und Familie leben“, erinnert er sich. Intensive Gespräche mit einem älteren Priester während der ersten Studienjahre brachten ihn jedoch zu einer anderen Entscheidung: „Da ist noch mehr“, erkannte er für sich, „ein anderes Fundament, auf dem wir stehen.“ Nach dem Theologiestudium in Bochum und Freiburg sieht er nun seine künftige Lebensaufgabe darin, „Menschen mit dem Kern des Glaubens in Kontakt zu bringen“, sie in schwierigen und glücklichen Zeiten zu begleiten.

Ohne auf eine einzige spirituelle Richtung festgelegt zu sein, fühlt Oliver Schmitz sich „im Benediktinischen verhaftet“, was bedeutet, entsprechend alter mönchischer Tradition in einem ausgewogenen Maß von Arbeit und Gebet leben zu können. Aber auch im Taizé-Gebet und dem ruhigen Abendgebet „Nightfever“ findet er meditative Bereicherung.

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