„Da habt ihr einen tollen Job gemacht“

Rund 288.000 ehrenamtlich geleistete Arbeitsstunden in nur drei Tagen. Die 4.000 Kinder und Jugendlichen im Ruhrbistum zeigten bei der Sozialaktion des BDKJ so richtig Power. Dafür gab es in der Essener Grugahalle ein dickes "Dankeschön".

Über 2000 Jugendliche feierten im Ruhrbistum den Abschluss der 72-Stunden-Aktion

„Liebe Leute, da habt ihr einen tollen Job gemacht!“ – Tosender  Applaus der über 2000 Kinder und Jugendlichen in der Essener Grugahalle. Und es war kein geringerer als Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert, der den jungen Leuten auf der Abschlussveranstaltung zur 72-Stunden-Aktion „Uns schickt der Himmel“ dieses große Kompliment machte. Und es sollte nicht das einzige Lob am Sonntagabend bleiben. Auch der Diözesanadministrator des Bistums Essen, Weihbischof Franz Vorrath, zeigte sich begeistert über das, was die rund 4000 „Engel“ im Ruhrbistum bei der Sozialaktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend in drei Tagen geleistet haben: „Ich danke euch allen ganz herzlich.“

Und sie waren noch richtig fit nach diesem Dauereinsatz, klatschten begeistert mit und tanzten, als die Bottroper Band „CRASH CASINO“ mit ihrem rockigen Aktionssong „Hunderttausend und wir“ den Saal so richtig zum Beben brachte. Aus allen Ecken des Bistums hatten sie sich auf den Weg nach Essen gemacht. Überall orangefarbene und blaue Aktions-T-Shirts oder auch Pfadfinderkluft. „Es hat riesig Spaß gemacht. Das war voll cool“, erzählten Annamarie und Celina der WDR-Moderatorin Steffi Klaus auf der Bühne. Die Filmsequenzen mit Berichten von den drei Aktionstagen, die das Duisburger „Studio 47“ gedreht hatte, ließen daran keinen Zweifel.

Immer wieder fiel das Wort „danke“. Per Video-Botschaft zollten Guildo Horn, Mirja Boes, Kevin Kuranyi, Guido Westerwelle oder auch Franz Müntefering den Kindern und Jugendlichen einen „Riesenrespekt“. „Dieses ehrenamtliche Engagement ist für die Gesellschaft unbezahlbar“, betonte der SPD-Vorsitzende in seiner Grußbotschaft.

Dass der ehrenamtliche Einsatz in Deutschland immens ist, das machte Bundestagspräsident Lammert anhand einiger Zahlen deutlich. Laut einer Studie engagiert sich rund ein Drittel der Bevölkerung ehrenamtlich, und zwar durchschnittlich 16 Stunden pro Monat. Wenn man sich dabei am Mindestlohn orientiere, so entspräche dieser ehrenamtliche Einsatz jährlich rund 35 Milliarden Euro. „Die Jugend ist besser als ihr Ruf“, davon ist Lammert überzeugt. Anstatt vieles nur schlecht zu reden, solle man mehr „über das Positive und Gute sprechen“.

Ähnlich sieht das auch Essens Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Reiniger: „Diese Aktion hilft, das Bild von jungen Menschen zu verbessern.“ Das Engagement, das die Kinder und Jugendlichen gezeigt hätten, sei eine „Riesensache“. Das unterstrichen auch der Integrationsbeauftragte der Landesregierung NRW, Thomas Kufen, und die Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Landtag von Nordrhein-Westfalen, Sylvia Löhrmann, mit ihrer Anwesenheit.

Dass die 72-Stunden-Aktion „weiterwirken“ wird, davon sind Diözesanjugendseelsorger Klaus Pfeffer und der Diözesanseelsorger des BDKJ, Markus Pottbäcker, überzeugt. „Hier haben tausende junger Menschen ihre Bereitschaft unterstrichen, etwas für andere zu tun. Und sie werden auch weiterhin sozial aktiv bleiben“, betonte Pfeffer. Für Markus Pottbäcker hat diese Aktion auch noch einen anderen Mehrwert: „Die Kinder und Jugendlichen haben viele neue Menschen kennengelernt. Neue Freundschaften wurden geschlossen und Patenschaften sind entstanden.“

Rund 4000 „Engel“ hatte der Himmel für 72 Stunden in das Ruhrbistum geschickt. Dabei haben sie in rund 288.000 Stunden bewiesen: Helfen macht Sinn und auch Spaß. Sie haben gezeigt, was Kinder und Jugendliche gemeinsam bewegen können. Weihbischof Franz Vorrath: „Ihr könnt wirklich stolz darauf sein.“ (do)

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