ConneXXion – Veränderung im Familiensystem

Mit ConneXXion - einer Tagesgruppe an der Schnittstelle Jugendhilfe und Kinder- und Jugendpsychatrie - hat der SkF Essen-Mitte e.V. ein in Essen einzigartiges Angebot geschaffen.

SKF Essen-Mitte eröffnet Tagesgruppe für Jugendliche


Es duftet nach Pfannekuchen. In der Küche wartet noch ein gedeckter Tisch auf einen Jugendlichen. Im Gemeinschaftsraum machen ein Mädchen und einige Jungen Hausaufgaben. Nebenan wird eine Runde Uno gezockt. Das ehemalige Pfarrhaus der Gemeinde Herz Mariä an der Heßlerstraße in Essen-Altenessen ist mit Leben gefüllt – die Tagesgruppe ConneXXion des Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) Essen- Mitte e.V. hat Einzug gehalten.

Zur Zeit verbringen insgesamt sechs Jugendliche, ein Mädchen und fünf Jungen, ihren Alltag in der Tagesgruppe. „Mit der Tagesgruppe ConneXXion haben wir in Essen ein einzigartiges Hilfsangebot für Jugendliche ins Leben gerufen“, so Björn Enno Hermans, Geschäftsführer des SkF Essen-Mitte e.V. beim Rundgang durch das zweigeschossige Haus. ConneXXion richtet sich an Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren und befindet sich an der Schnittstelle Jugendhilfe und Kinder- und Jugendpsychatrie.

Insgesamt vier Diplom-Sozialarbeiter und Diplom-Pädagogen, eine Diplom-Psychologin sowie eine Hauswirtschafterin sind montags bis freitags für die Jugendlichen da. „Das Eingangskriterium für die Teilnahme an der Tagesgruppe ist, dass die Jugendlichen und ihre Familie grundsätzlich bereit sind weiterhin zusammenzuleben“, betont Nicole Schaer, Diplom-Sozialarbeiterin und Einrichtungsleiterin. „Die Jugendlichen kommen grundsätzlich nur über den Allgemeinen Sozialen Dienst des städtischen Jugendamtes zu uns. Unser Angebot richtet sich an Jugendliche und ihre Familien, die einen hohen bis sehr hohen Betreuungsbedarf haben. Dass sind sowohl Schüler von Förderschulen als auch um Gymnasiasten“, so Schaer weiter. In der Regel kommen die Mädchen und Jungen nach der Schule in die Tagesgruppe. Das Einzugsgebiet der Gruppe erstreckt sich auf das gesamte Essener Stadtgebiet.

ConneXXion unterstützt und hilft den Jugendlichen ein „normales jugendliches Leben zu führen“. Einigen Mädchen und Jungen sei es aufgrund psychischer Auffälligkeiten eben nicht möglich sich mit anderern Jugendlichen zu treffen, oder einen Schulalltag mit seinen Höhen und Tiefen aggressisonsfrei zu verleben. „Hier kommen wir ins Spiel, wir helfen ihnen ihren Alltag zu strukturieren, geregelte Mahlzeiten einzunehmen, Freizeit positiv zu nutzen, andere Jugendliche zu treffen, Hobbys zu entwickeln und Aufgaben in und für die Gemeinschaft in der Tagesgruppe zu übernehmen“, erläutert Nicole Schaer.

Wichtig sei es, dass die Jugendlichen und ihre Familien zusammen arbeiten wollen und die Chance nutzen sich weiterzuentwickeln. „So sind Hausbesuche, gemeinsame Gespräche mit den wichtigsten Bezugspersonen sowie mit der Familie die Regel“, erzählt Nicole Schaer.

Die Teilnahme an ConneXXion sollte nicht länger als zwei Jahre dauern. „Das jeweilige System, in dem der Jugendliche sich befindet soll nicht stabiliesiert werden. Die Idee von ConneXXion ist die Veränderung in der und mit der Familie, so dass es dem Jugendlichen und auch der Familie nach der Betreuung durch die Tagesgruppe besser geht“, betont Nicole Schaer abschließend.(dr)

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