Christsein in der Gesellschaft und für die Gesellschaft

Auf Hochtouren laufen die Vorbereitungen zum 2. Ökumenischen Kirchentag, der vom 12. bis 16. Mai 2010 in München stattfinden wird. "Damit ihr Hoffnung habt" heißt das Leitwort.

Vorbereitungen zum Ökumenischer Kirchentag 2010 laufen auf Hochtouren

Die Vorbereitungen laufen schon auf Hochtouren.  Rund neun Monate vor Beginn des 2. Ökumenischen Kirchentages (ÖKT), der vom 12. bis 16. Mai 2010 in München stattfinden wird, ist in der dortigen Geschäftsstelle Langeweile ein Fremdwort. Programme werden erarbeitet, Veranstaltungsorte und Unterkünfte für Teilnehmer und Mitwirkende gesucht. Weit über 100.000 Dauerteilnehmende werden zu dieser ökumenischen Großveranstaltung in der bayerischen Landeshauptstadt erwartet. Ihr Ziel: über ihre Rolle als Christen in Gesellschaft, Kirche und der Welt nachzudenken und zu diskutieren, gemeinsam für eine ökumenische Gemeinschaft einzutreten und natürlich auch fröhlich und ausgelassen miteinander zu feiern.

„Damit ihr Hoffnung habt“ heißt das Leitwort dieses bunten und beschwingten „Fest des Glaubens“.  Der 2. Ökumenische Kirchentag werde ein Ort sein, „an dem wir gemeinsam den christlichen Glauben bekennen und Zeugnis von unserer Hoffnung geben“, so ist in der Orientierungshilfe zu lesen. Die Einladung zu diesem großen ökumenischen Treffen falle in eine Zeit, die von einer Vertrauenskrise geprägt sei, „wirtschaftlich, politisch, sozial, bei uns und in der Welt“. Umso dringlicher müsse in München gefragt werden, „wie christliches Leben in der Welt und für die Welt gelingen kann“. Es gehe also um das Christsein in der Gesellschaft und für die Gesellschaft. Christsein heiße: „Ökumene vorantreiben, die Vielfalt achten und Verantwortung übernehmen“.

Die vier Leitthemen des Ökumenischen Kirchentages, der vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZDK) und dem Deutschen Evangelischen Kirchentag (DEKT) veranstaltet wird, befassen sich mit Globalisierung, dem gesellschaftlichen  und sozialen Wandel, der Bedeutung der Religionen in der säkularen Gesellschaft sowie mit Glaube und Ökumene.


Baustelle der Ökumene

Die Farbe Orange wird äußerlich das große Treffen in München prägen, aber nicht etwa in Anspielung auf die „Orangefarbene Revolution“ in der Ukraine im Jahre 2004. Denn zu einer Revolution soll es bei dem Kirchentag nicht kommen. Er solle vielmehr eine „Baustelle der Ökumene“ werden, heißt es in einer Erklärung des ÖKT-Präsidiums. Ziel bleibe die eucharistische Gemeinschaft. „Wir halten an dem Bemühen fest, die Gemeinschaft im Glauben so zu stärken, dass eines Tages das Ziel erreicht ist: die Gemeinschaft in Abendmahl und Eucharistie“, so das Papier. Vor zu großen ökumenischen Erwartungen warnt jedoch DEKT-Generalsekretärin Ellen Ueberschär. Der Kirchentag werde keine kirchenrechtlichen Probleme lösen. Allerdings solle er die „ökumenische Gestimmtheit sichtbar machen und stärken“. Zentrale theologische Streitfragen werden also in München nicht zum Thema gemacht.

Rund 3.000 Veranstaltungen wird es an den fünf Tagen in München geben: Podiumsdiskussionen und Vorträge, Workshops, Gespräche zu Theologie und Spiritualität, 18 Zentren – zum Beispiel für Familie, Jugend oder den interreligiösen Dialog, Gottesdienste, Gebete, Bibelarbeit, Konzerte aller Musikrichtungen, Theater, Comedy, Ausstellungen, Gespräche, die „Agora“ in den Messehallen – ein Marktplatz für Gruppen aus Kirche und Gesellschaft, stille Meditationen oder Open-Air-Konzerte.

Auch das Bistum Essen wird in München mit einem Kontakt- und Informationspunkt vertreten sein. "Wir wollen dort über den Weg des Ruhrbistums informieren und aufzeigen, wo etwas gelungen ist und wo noch nach Wegen gesucht wird", betont Monsignore Dr. Wilhelm Tolksdorf, Leiter des Dezernates Pastoral im Bistum Essen. Sicherlich werde auch die Ökumene vor Ort thematisiert. Schließlich trage sie "zur Belebung der Pfarrpastoral" bei. Das Leitwort des 2. Ökumenischen Kirchentages "Damit ihr Hoffnung habt" sei gerade im Hinblick auf die Aufbruchssituation im Ruhrbistum ein "Impuls, der nach vorne weist". Denn der neue Weg des Ruhrbistums müsse von Hoffnung getragen sein. "Ich wünsche uns allen die Erfahrung, dass Menschen einander Hoffnung geben können, eine Hoffnung, die uns unser Glaube schenkt ", so Tolksdorf.

Alles Wissenswerte über den 2. Ökumenischen Kirchentag kann man im Internet unter www.oekt.de erfahren. Hier gibt es bislang u.a. eine Einladung zum Mitwirken, ein Pilgerportal, Informationsflyer, Orientierungshilfe, Kampagnenmotive sowie weitere nützliche Informationen. (do/KNA/ÖKT)

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