Caritas im Ruhrbistum gegen aktive Sterbehilfe

Gegen eine aktive Sterbehilfe wendet sich die Caritas im Bistum Essen. Sie tritt stattdessen für eine menschenwürdige Begleitung Kranker und Sterbender ein. Dies könne durch umfassende medizinische, schmerztherapeutische Begleitung sowie menschliche und seelsorgliche Zuwendung erreicht werden.



„Aktive Sterbehilfe“, die sogenannte Tötung auf Verlangen, ist in der Bundesrepublik Deutschland verboten. Doch innerhalb der Europäischen Union ist Sterbehilfe zum Beispiel in Belgien und den Niederlanden erlaubt. Zurzeit gibt es in Deutschland kein Gesetz, das die Sterbehilfe regelt. Die große Koalition will sich nun diesem Thema annehmen.

Die Caritas im Ruhrbistum hilft Menschen in der letzten Lebensphase über stationäre Hospize und Besuchsdienste. Außerdem bieten Palliative-Care Pflegeteams beispielsweise schmerztherapeutische Hilfen. „Wir stellen uns den Tendenzen aktiver Sterbehilfe entgegen und treten stattdessen für eine menschenwürdige Begleitung Kranker und Sterbender ein“, betont Marion Louven, Diözesanreferentin für wirtschaftliche Einrichtungsberatung bei der Caritas im Ruhrbistum. Dies könne über umfassende medizinische, schmerztherapeutische Begleitung und menschliche und seelsorgliche Zuwendung erreicht werden. Angesichts der demografischen Entwicklung ei der Ausbau dieser Angebote mittel- bis langfristig notwendig.
 
„Unsere Erfahrungen belegen, dass gerade Menschen mit Tumorerkrankungen und begrenzter Lebenserwartung aktive Sterbehilfe erheblich seltener wünschen, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind: eine gute palliativmedizinische Begleitung und die menschenwürdige Versorgung in der letzten Lebensphase“, ist die Erfahrung von Frank Krursel, Referent für ambulante Pflege und palliative Versorgung bei der Caritas im Bistum Essen.

Im Netzwerk der Caritas im Ruhrbistum arbeiten zwölf ambulante Hospizgruppen und -vereine mit starker ehrenamtlicher Beteiligung, sechs stationäre Hospize und sieben Palliative-Care Pflegeteams. (cde/do)

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