Brost-Stiftung prämiert Kooperationen zwischen Jung und Alt

Bei der Preisverleihung in der Mülheimer Akademie "Die Wolfsburg" lobte Bischof Overbeck „Gemeinschaftsgedanken und Ideenreichtum der Menschen an der Ruhr“. Gemeinsam mit den anderen Jury-Mitgliedern prämierte er acht der 129 Bewerbungen.

Bischof Overbeck lobt „Gemeinschaftsgedanken und Ideenreichtum"

Mit insgesamt 100.000 Euro hat die Essener Brost-Stiftung am Montag acht Initiativen im Ruhrgebiet ausgezeichnet, die dem demografischen Wandel durch neue Kooperationen zwischen Jung und Alt begegnen. „Die Bewerbungen unterstreichen den Gemeinschaftsgedanken und den Ideenreichtum der Menschen an der Ruhr“, sagte Ruhrbischof Dr. Franz-Josef Overbeck bei der Preisverleihung in der katholischen Akademie „Die Wolfsburg“ in Mülheim. Overbeck war Mitglied der Jury des Wettbewerbs "Kooperation-Ruhr - Demografischer Wandel als Fortschrittsmotor, der seit März einerseits Kommunen, Kreise und deren Einrichtungen, andererseits gemeinnützige Vereine, Verbände, Stiftungen und Bürgergruppen aufgerufen hatte, sich mit ihren Projekten zu bewerben.

„Gute Nachbarn arbeiten zusammen und stellen gemeinsam etwas Neues auf die Beine“, betonte Overbeck als Erfahrung aus dem Wettbewerb. Karola Geiß-Netthöfel, Regionaldirektorin des Regionalverbands Ruhr und Schirmherrin des Wettbewerbs, unterstrich die Signal-Wirkung des Wettbewerbs für andere Regionen: „Aus dem Ruhrgebiet entstehen Modelle für andere Regionen, die erst später von der demografischen Entwicklung eingeholt werden.“ Die Kreativität und den Ideenreichtum der Wettbewerbsteilnehmer lobte Bodo Hombach, stellvertretender Vorsitzender der Brost-Stiftung und Vorsitzender der Wettbewerbsjury: „Der demografische Wandel und die Alterung der Gesellschaft brennen auf den Nägeln. Sie sind aber nur dann ein bedrohliches Problem, wenn man sie ignoriert. Nimmt man sie als Herausforderung und Chance, erscheinen sie als Fortschrittsmotor und lösen eine Menge kreativer Konzepte und Ideen aus.“

Prämiert wurden insgesamt acht Initiativen:

  • Die Kooperation „arbeiten-pflegen-leben“, die im Ennepe-Ruhr-Kreis Verantwortliche in Unternehmen und Kommune für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Pflege sensiblisiert.
  • Die „Senioren-Technikbotschafter“ in Gelsenkirchen, die ältere Menschen mit modernen Technologien vertraut machen.
  • Das Projekt „EULE – Erleben, Unterrichten, Lernen, Experimentieren“ in Bottrop, bei dem Schülerinnen und Schüler des Heinrich-Heine-Gymnasiums Senioren Englisch- und Computerunterricht erteilen.
  • Das Angebot „Dortmunder Wunschgroßeltern“, das Senioren ohne Enkel mit jungen Familien zusammenbringt.
  • Das Essener Projekt „17/70 – junge Paten für Senioren“, das Schülerinnen und Schüler frühzeitig an ehrenamtliches Engagement heranführt, um so einer Überalterung des Ehrenamts entgegen zu wirken.
  • „Meerbecks muntere Männer“ in Moers, die Männer rund um den Renteneintritt ansprechen und für gemeinsame Freizeitaktivitäten, aber auch tatkräftiges Engagement in der Nachbarschaft ansprechen.
  • Die „Patenschaft Jung+Alt“ in Kierspe, bei der jeweils ein Senior eine Patenschaft für ein Kind übernimmt, um dann zum Beispiel bei den Hausaufgaben zu helfen oder ein gemeinsames Hobby zu entwickeln.
  • Der „Seniorenkulturbus Mülheim“, der Senioren zu Kulturangeboten fährt und anschließend auch wieder nach Hause bringt.

Auf dieser Seite gibt es eine Beschreibung der prämierten Projekte und der beteiligten Partner.

Bischof Overbeck freute sich über das große Engagement, für den insgesamt 129 Bewerbungen eingegangen waren: „Der Wettbewerb hat gezeigt, dass der demografische Wandel nicht etwas ist, was Angst machen muss. Die zahlreichen erfolgreichen Initiativen zeigen, dass sich die Menschen im Ruhrgebiet den Herausforderungen stellen und neue, eigene Ideen entwickeln. Er zeigt auch: Man muss nicht alles behördenseitig regeln. Viele Lösungen entstehen vor Ort aus eigener Initiative.“ (tr)

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