Bistum sucht jungen Freiwilligen für Gefängnis-Seelsorge in Peru

Das Ruhrbistum erweitert seinen Auslands-Freiwilligendienst "Seitenwechsel" um eine Stelle in der Gefängnis-Seelsorge in Lima. Bis Ende November können sich junge Erwachsene für "Seitenwechsel" bewerben.

Bistum Essen erweitert Angebot für junge Freiwillige im Ausland

Mit einer Stelle in der Gefängnis-Pastoral in der peruanischen Hauptstadt Lima bietet das Bistum Essen ab dem kommenden Sommer jungen Leuten ein neues, spannendes Angebot im Rahmen seines Auslands-Freiwilligendienstes „Seitenwechsel“http://seitenwechsel.bistum-essen.de an. Wie für die anderen Freiwilligenstellen in Lateinamerika oder Afrika sucht das Ruhrbistum auch für die neue Stelle in Lima einen Freiwilligen, der ab dem kommenden August ein Jahr lang in eine neue, völlig ungewohnte Welt eintauchen möchte. Im Zentrum des Einsatzes in Lima steht das Männergefängnis „San Juan de Lurigancho“, mit rund 8700 Insassen. Seit März 2010 ist dort der aus Bochum stammende Pfarrer Norbert Nikolai tätig, der zuvor eine Gemeinde in Essen-Katernberg geleitet hat.

„Unser Freiwilliger wird in der sozialen und der pastoralen Arbeit in und außerhalb des Gefängnisses tätig sein“, sagt Eva Rausche, die die „Seitenwechsel“-Freiwilligen im Ruhrbistum betreut. Im Gefängnis kann der Freiwillige Nikolai und sein Team zum Beispiel bei Bildungs- und Beschäftigungsangeboten für die Gefangenen unterstützen. „Innerhalb des Gefängnisses arbeitet die Seelsorge in einem geschützten Bereich, der auch von den Gefangenen akzeptiert wird“, sagt Rausche mit Blick auf mögliche Sorgen angesichts der Situation in dem Gefängnis. Zudem könne der Freiwillige selbst bestimmen, wie viel er im Gefängnis mitarbeiten möchte. Denn auch außerhalb der Gefängnis-Mauern gibt es für die Seelsorge genug zu tun. „In einem sozial-pastoralen Zentrum geht es vor allem um die Betreuung von Angehörigen der Gefangenen, meist Frauen und Kinder, die genau so arm sind, wie die Insassen“, so Rausche.

Bewerber für die neue Freiwilligen-Stelle sollten zwischen 18 und 28 Jahren alt sein. „Wegen der Arbeit im Männergefängnis können sich für diese Stelle ausschließlich Männer bewerben“, sagt Rausche. Spanisch-Kenntnisse sind vorteilhaft, aber nicht zwingend erforderlich. „Wir suchen in jedem Fall jemanden mit einer großen Selbstsicherheit – und mit einem großen Maß an Vertrauen in die Menschen, mit denen er zusammenarbeitet.“ Wohnen wird der Teilnehmer in Lima außerhalb des Gefängnisses im Haus der Sozial-Pastoral, wo auch Pfarrer Nikolai und andere deutschsprachige Mitarbeiter der Gefängnisseelsorge leben.

Neben der Stelle in Limas Männergefängnis bietet „Seitenwechsel“ ab dem kommenden August auch weitere einjährige Freiwilligenstellen an, bei denen es jeweils um die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Die Stellen sind in

  • Santa Cruz (Bolivien),
  • Managua (Nicaragua),
  • Lima (Peru),
  • Chapala und Arraijan (Panama),
  • Makambako (Tansania),
  • Quelimane (Mosambik)
  • Santo Domingo de los Tsáchilas (Ecuador).

Alle Freiwilligenstellen werden auch über „weltwärts“ angeboten, den Freiwilligendienst des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Die Teilnahme ist für die Freiwilligen kostenlos, alle (Reise-)Kosten, Versicherungen und ein monatliches Taschengeld werden vom Bistum Essen und von „weltwärts“ übernommen. Wegen des langen Auswahl- und Vorbereitungszeitraums endet der Bewerbungsschluss für alle Freiwilligenstellen – auch die neue in Lima – bereits am 30. November. Alle Informationen zum Bewerbungsverfahren sowie Details zu den Einsatzorten gibt es im Internet auf der Seite von "Seitenwechsel". (tr)

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