Bistum Essen renoviert Jugendbildungsstätte St. Altfrid

Das Ruhrbistum plant einen umfangreichen Umbau seines beliebten Jugendhauses St. Altfrid in Essen-Kettwig. Die Bettenhäuser und der Aufenthaltsbereich im Tagungshaus sollen modernisiert werden. Für beide Projekte rechnet das Bistum derzeit mit Baukosten in Höhe von rund 1,71 Millionen Euro. Auch die Kirche des Jugendhauses wird umgebaut.

Das Ruhrbistum plant einen umfangreichen Umbau seines beliebten Jugendhauses St. Altfrid in Essen-Kettwig, um den jungen Gästen künftig eine zeitgemäße Unterbringung in den Bettenhäusern und einen attraktiven Aufenthaltsbereich im Tagungshaus „Schloss“ anbieten zu können. Für beide Projekte rechnet das Bistum derzeit mit Baukosten in Höhe von rund 1,71 Millionen Euro. Zudem plant das Ruhrbistum, in den kommenden zwei Jahren auch die Kirche des Jugendhauses umzubauen.

Im Mittelpunkt der bis August 2016 geplanten Arbeiten steht die Entkernung der drei zuletzt vor rund 20 Jahren umgebauten Bettenhäuser, um dort moderne, auf die heutigen Ansprüche von Kinder- und Jugendgruppen ausgerichtete Mehrbettzimmer einzurichten. Künftig werden alle Zimmer des Jugendhauses über ein eigenes Bad mit WC verfügen – anstelle der bisherigen zentralen Sanitäranlagen auf den Fluren der Bettenhäuser. Auch die Zahl der barrierefreien Zimmer steigt mit dem Umbau der drei Gebäude, dessen Kosten das Bistum derzeit mit rund 1,48 Millionen Euro veranschlagt. „Mit diesem Umbau werden wir die große Beliebtheit unserer Jugendbildungsstätte für die Zukunft sichern“, begründet der Generalvikar des Bistums Essen, Klaus Pfeffer, die große Investition. Pfeffer verweist auf die zuletzt gestiegene Auslastung des Hauses und die hohe regionale Verbundenheit der Besucher: Fast zwei Drittel der Besucher kommen aus dem Ruhrbistum. „Doch darauf dürfen wir uns nicht ausruhen“, betont Pfeffer. Beim 1994 abgeschlossenen Umbau der Bettenhäuser habe man sich am Standard der Jugendherbergen orientiert. Diese und andere Wettbewerber in der Region hätten ihre Häuser zuletzt jedoch deutlich modernisiert oder entsprechende Umbauten für die kommenden Jahre angekündigt.

Vom Umfang her deutlich kleiner, aber für die Gäste der Jugendbildungsstätte wohl ähnlich bedeutsam dürfte der zweite Teil des Bau-Programms in St. Altfrid sein: Im Tagungshaus „Schloss“ haben Arbeiter bereits mit ersten Vorbereitungen für die Einrichtung eines attraktiven Aufenthaltsbereichs begonnen, der künftig vor allem abends zu einem geselligen Treffpunkt werden soll. Denn während die Gäste ihre regulären Mahlzeiten weiterhin im Speisesaal im vorderen Teil des St.-Altfrid-Geländes einnehmen, wird im „Schloss“ abends ein neuer Kiosk öffnen, in dem Mitarbeiter kalte und warme Getränke sowie kleine Snacks für Zwischendurch anbieten werden. „Damit richten wir einen modernen und gleichsam gemütlichen Bistro-Bereich ein, in dem wir uns abends stärker als bislang um unsere Gäste kümmern möchten“, kündigt der Jugendseelsorger des Bistums Essen, Stefan Ottersbach, an. Der vor rund zehn Jahren beim „Schloss“-Neubau angedachte Zeltplatzbetrieb passe nicht mehr in die heutige Gestalt des Jugendhauses, erläutert Ottersbach. Dirk Filzen, Einrichtungsleiter von Haus Altfrid, ergänzt: „Nach dem Umbau zum Bistro können wir die einst als Duschen eingerichteten und nun nicht mehr benötigten Räume wieder sinnvoll nutzen.“ Rund 230.000 Euro der Gesamtkosten des Bauprojekts entfallen auf das neue Bistro, das schon am 31. August im Rahmen des St.-Altfrid-Sommerfests eröffnet werden soll.

Der Umbau der Bettenhäuser wird sich deutlich länger hinziehen – schon, weil St. Altfrid nicht komplett geschlossen wird, sondern die drei Häuser nacheinander saniert werden. Im August kommenden Jahres soll mit Bettenhaus A zunächst das umfangreichste Einzelprojekt angegangen werden. Im Frühjahr 2016 folgt dann Haus B. Und die Planer im Bistum Essen hoffen, dass in den Sommerferien 2016 der letzte Baustaub aus den Zimmern gefegt werden kann, um dann in einer in allen Bereichen zeitgemäß eingerichteten Jugendbildungseinrichtung wieder möglichst viele Gäste begrüßen zu können.

Bis dahin soll auch die vor rund 30 Jahren eingerichtete Kirche von Haus Altfrid umgebaut werden. Konkrete Pläne dazu sollen in den kommenden Monaten gemeinsam mit Jugendlichen erarbeitet werden, erläutert Ottersbach. „Angesichts der häufig sehr vielen Gottesdienstbesucher in unserer Kirche müssen wir vor allem die Fluchtwege verbessern. Zudem müssen wir die Lichtanlage auf den aktuellen Brandschutz-Standard bringen“, so Ottersbach. Bei dieser Gelegenheit soll auch die liturgisch-theologische Gestaltung des Gotteshauses überarbeitet werden. Der Diözesanjugendseelsorger betont: „Diese Kirche ist ein Ort, in dem ganz viele Jugendliche in Kontakt mit Gott kommen. Umso wichtiger ist es, dass sie sich bei uns wohlfühlen.“

Stichwort: Haus St. Altfrid

Das auf den Ruhrhöhen hoch über Essen-Kettwig auf dem Gebiet des Erzbistums Köln gelegene Haus St. Altfrid – benannt nach dem Gründer des Stiftes Essen – ist bereits seit Anfang der 1960er Jahre die Jugendbildungstätte des Ruhrbistums. Franz Hengsbach, der erste Bischof von Essen, hatte den ursprünglich von der Industriellenfamilie Flick erbauten und später von den Nationalsozialisten als Muttererholungsheim und Lazarett genutzten Charlottenhof vom Kölner Erzbischof Joseph Frings geschenkt bekommen. Seither nutzen Kommunionkinder-Gruppen, Messdiener-Kurse, Jugendverbands-Konferenzen oder auch Lehrer-Seminare die weitläufige Anlage für Weiterbildungs- und Erholungsangeboten. Auch nach dem Umbau wird die Kapazität von St. Altfrid bei knapp 165 Betten liegen. Für das laufende Jahr rechnet das Bistum Essen mit rund 28.000 Übernachtungen in der Jugendbildungsstätte. (tr)

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