Bistum Essen lädt am Vorlesetag zum „Lauschgericht“

Tischgemeinschaften in Familien, Betrieben, Kindergärten Altenheimen oder Universitäten können sich am bundesweiten Vorlesetag, 21. November, während des Mittagessens von einem Überraschungsgast etwas vorlesen lassen. Anmeldefrist bis Ende September.

Überraschungsgäste lesen beim Mittagessen vor

Kulinarische und literarische Genüsse verspricht die katholische Kirche zwischen Rhein, Ruhr und Lenne am bundesweiten Vorlesetag. Am Freitag, 21. November, lädt das Medienforum des Bistums Essen überall zwischen Duisburg, Bochum und dem Märkischen Sauerland Menschen, die mittags gemeinsam essen, zu einem „LauschGericht“ ein. Dass Besondere: Während der Mahlzeit setzt sich ein bis dahin nicht bekannter Mensch mit an den Tisch und liest der Runde etwas vor. Noch bis Ende September können sich interessierte Tisch-Gemeinschaften und Vorleserinnen und Vorleser im Internet zu dieser vollkommen kostenlosen Aktion anmelden.

"Mit dem ,LauschGericht‘ knüpfen wir an eine Jahrhunderte alte Tradition vieler Klöster an“, erklärt Norbert Lepping, Referent für Missionarische Pastoral im Bistum Essen, der dieses Projekt gemeinsam mit dem Medienforum des Bistums entwickelt hat. „Dort ist es oft bis heute Sitte, die Mahlzeiten schweigend einzunehmen, während ein Mitglied der Gemeinschaft vorliest.“ Und so vielfältig wie das literarische Programm vieler Kloster-Mahlzeiten – meist fernab von Bibel und Psalter – ist, so bunt soll auch das Menu des „LauschGericht“-Tags sein. „Jeder Vorleser erfährt vorab, welche Gruppe wir ihm zulosen, um ein passendes Buch auswählen zu können. Vorgaben machen wir da keine“, sagt Lepping. Vielmehr steht das Essener Medienforum bei Bedarf mit Rat und Hilfe zur Seite – schließlich ist die katholische Bibliothek in der Essen Innenstadt auch die Zentralstelle für alle katholischen öffentlichen Büchereien in den Gemeinden des Ruhrbistums.

Für die Tisch-Gemeinschaft ist der Vorleser ein Überraschungsgast, der – so der Plan der Organisatoren – am Ende des „LauschGerichts“ still sein Buch auf den Tisch legt und geht. „Wir wollen kein Gespräch verhindern, aber eine anschließende Buch-Besprechung ist nicht vorgesehen“, betont die Leiterin des Medienforums, Vera Steinkamp. Mehr als um das Buch soll es um das Gefühl gehen, beim Essen zuzuhören, eben um eine besondere Form der Tisch-Kultur. Unter Umständen taucht am Mittagstisch aber auch ein bekanntes Gesicht auf, unter anderem haben sich bereits der Essener Sterne-Koch und „LauschGericht“-Schirmherr Nelson Müller, der frühere Schalke-Star Christoph Metzelder, NRZ-Feuilleton-Chef Jörg Bartel und der Generalvikar des Bistums Essen, Klaus Pfeffer, als Vorleser gemeldet.

Als Tischgemeinschaft kann sich so gut wie jede Gruppe bewerben, die am 21. November zwischen 12 und 14 Uhr zusammen zu Mittag isst. Mindestens vier Leute sollten dann am Tisch sitzen – nach oben gebe es bei der Teilnehmerzahl höchstens die Räumlichkeit als Grenze, so Vera Steinkamp: „Für uns ist alles Mögliche denkbar, ob Familien, Büro-Gemeinschaften, Werkskantinen, Schulen oder Kindergärten, Suppenküchen, Gefängnisse, Altenheime, Krankenzimmer…“

Auf der Internetseite www.lauschgericht.de gibt es alle weiteren Information. Bis zum 31. Oktober läuft über diese Seite auch die Anmeldung für Tischgemeinschaft sowie für Vorleserinnen und Vorleser. (tr)

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