von Simon Wiggen

Bistum Essen fördert Frauen in Führungspositionen

Mentoring-Programm soll Frauen ermutigen und qualifizieren, leitende Aufgaben in der Kirche wahrzunehmen. In Mentoren-Tandems werden drei Frauen mit Führungskräften ein Jahr lang intensiv zusammenarbeiten.

Der Anteil von Frauen in Leitungspositionen in der Kirche soll erhöht werden – dazu hat sich das Bistum Essen verpflichtet und setzt dieses Ziel mit konkreten Schritten um. Einer dieser Schritte startet am Dienstag, 21. Juni, mit einem Mentoring-Programm in Kooperation mit der Deutschen Bischofskonferenz und dem Hildegardis-Verein. Aus dem Ruhrbistum nehmen drei Mentoring-Tandems aus verschiedenen Bereichen des Bistums teil: Gemeindereferentin Martina Stodt-Serve aus Oberhausen bildet mit der Leiterin der Jugendabteilung, Regina Laudage-Kleeberg, ein Tandem. Rechtsanwältin Christiane Gerard arbeitet mit Hauptabteilungsleiter Stefan Hergemöller zusammen und Liturgiereferentin Dr. Nicole Stockhoff bildet mit Berthold Rose, Leiter der Abteilung Weltkirche und Mission, ein Tandem.

Ziel ist es, dass ein Mentor einer weiblichen Nachwuchskraft (Mentee) ein Jahr lang Einblicke in den Leitungsalltag eröffnet sowie Erfahrungen und Wissen vermittelt. Zusätzlich erprobt sich jede Mentee mit einem eigenen Projekt in Leitung und Projektmanagement. Der Hildegardis-Verein begleitet das Mentoring-Programm mit Seminaren, mit Trainings zu Aufstiegskompetenzen, wertorientierter Führung sowie kollegialer Beratung und geistlichem Programm. Der Hildegardis-Verein hat sich auf die akademische Frauenförderung in der katholischen Kirche spezialisiert und hat das Konzept für das Mentoring-Programm entwickelt.

Die Förderung von Frauen ist im kirchlichen Bereich ein wichtiges Thema: Laut einer Studie der Deutschen Bischofskonferenz ist nur jede fünfte bis siebte Stelle in gehobenen Positionen in den deutschen Generalvikariaten/Ordinariaten – also den Verwaltungen der Bistümer – mit Frauen besetzt. Beworben haben sich Frauen aus allen Bereichen des Ruhrbistums, angefangen bei der Hauswirtschaftskraft bis hin zur Rechtsanwältin, vom seelsorglichen Bereich über Schule bis zur Verwaltung. „Wir haben ein sehr gutes Feedback nach den Vorgesprächen vom Hildegardis-Verein bekommen“, sagt Helen Wieners, Referentin für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und im Bistum zuständig für das Frauenmentoring-Programm. „Wir werden uns jetzt überlegen, wie wir die Bewerberinnen fördern können, die nicht am Mentoring-Programm teilnehmen.“ Ein Baustein dieser Förderung könnten Fortbildungen sein, die bereits speziell für Frauen im Bistum angeboten werden. Darunter zum Beispiel Persönlichkeitsentwicklung und Rhetorik.

Neben dem Bistum Essen nehmen deutschlandweit noch 13 andere Bistümer mit insgesamt 37 Tandems teil.

Helen Wieners

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