Bischofs-Vollversammlung in Münster gestartet

Vom 10. - 13 März treffen sich die 66 Mitglieder der Deutschen Bischofskonferenz zur Frühjahrs-Vollversammlung im westfälischen Münster. Am Mittwoch steht die Wahl des neuen Vorsitzenden auf der Agenda.


66 Bischöfe wählen einen neuen Vorsitzenden

Die katholischen Bischöfe starten heute in Münster mit ihrem Arbeitsprogramm. Die derzeit 66 Mitglieder der Deutschen Bischofskonferenz wollen sich über die Herausforderungen für die Kirche in der Bundesrepublik austauschen, ehe sie am Mittwoch einen neuen Konferenz-Vorsitzenden als Nachfolger von Erzbischof Robert Zollitsch wählen.

Weiteres Thema der Konferenz ist die Aufarbeitung des Missbrauchsskandals in der Kirche. Anfang 2013 hatten die Bischöfe die Zusammenarbeit mit dem Kriminologen Christian Pfeiffer aufgekündigt und die Suche nach einem neuen Forscherteam angekündigt. Zudem beraten die Bischöfe über den Dialogprozess der Kirche. Der auf fünf Jahre angelegte Dialog wurde 2010 im Zuge des Missbrauchsskandals auf den Weg gebracht.

Bereits am Montagabend feierten die deutschen Bischöfe mit mehreren tausend Gläubigen einen Gottesdienst im Münsteraner Paulus-Dom. "Viele Menschen sind mit der traditionellen Sprache und den gewachsenen Symbolen unseres christlichen Glaubens nicht mehr vertraut", sagte der scheidende Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch in seiner Predigt und rief die Kirche zu mehr Offenheit gegenüber der pluralen Gesellschaft auf. Zudem gebe es einen Glauben an eine "Kraft von oben" oder an irgendetwas Höheres, aber nicht unbedingt an einen personal verstandenen Gott. "Auch diese Menschen sind die Adressaten der Botschaft des Evangeliums in unserer Zeit", so Zollitsch. (kna)

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