Bischof Overbeck: Hilfe für Lateinamerika notwendig

Seit nunmehr 50 Jahren steht das Hilfswerk Adveniat an der Seite der Armen. Unzählige kleine, basisorientierte Projekte wurden in dieser Zeit gefördert. Doch nach wie vor ist die Solidarität mit den Armen Menschen in Lateinamerika vor großer Bedeutung.

Spendenzuwachs bei Adveniat  
 

Das katholische Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat wird in diesem Jahr 50 Jahre alt. „Adveniat hat die Kirche in Lateinamerika seit 1961 mit etwa 2,3 Milliarden Euro unterstützt“, sagte Adveniat-Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck bei der Bilanzpressekonferenz am 27. Januar 2011 in Essen. Seit nunmehr 50 Jahren stehe das Hilfswerk an der Seite der Armen. „Von Anfang an wurden fast ausschließlich kleine, basisorientierte Projekte gefördert“, sagte der Essener Oberhirte und dankte den Spendern. Die Hilfe für die Menschen in Lateinamerika sei trotz des steigenden Wirtschaftswachstums weiterhin dringend notwendig, da die Zahl der Armen nicht abnimmt. „Im Gegenteil: Die Schere zwischen Reich und Arm klafft immer weiter auseinander“, so Overbeck.


Adveniat hat im vergangenen Geschäftsjahr Einnahmen aus Kollekten und Spenden in Höhe von 50,9 Millionen Euro erzielt. Dies entspricht einem Zuwachs von etwa 3,2 Millionen Euro. „Maßgeblich für den Gesamtanstieg waren die Spendenaufrufe nach den Erdbeben in Haiti und Chile, die einen Anstieg der Spenden für Projektpartnerschaften von 0,4 Millionen Euro auf rund 3,8 Millionen Euro bewirkt haben“, sagte Adveniat-Geschäftsführer Prälat Bernd Klaschka. Die Weihnachtskollekte, die Haupteinnahmequelle von Adveniat, ist mit 33,9 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 Millionen Euro gesunken.


„2010 wird mir als das Jahr der schweren Erdbeben in Haiti und Chile in Erinnerung bleiben“, resümierte Klaschka. Die äußeren und inneren Wunden der Menschen seien noch lange nicht verheilt. Um die Haitianer langfristig zu unterstützen, hatte Adveniat vor gut einem Jahr die Kampagne „Vergiss mein Haiti nicht“ ins Leben gerufen. „Mit ihr wollen wir dazu beitragen, dass die Katastrophe und ihre tiefgreifenden Folgen nicht in Vergessenheit geraten“, sagte Klaschka. Die Erlöse aus der Aktion fließen in den Wiederaufbau des kirchlichen Netzwerkes, damit die dringend notwendige seelsorgerliche Betreuung und die Bildungsarbeit wieder aufgebaut werden können.


Anlässlich des 50-jährigen Bestehens geht Adveniat im neuen Gewand ins Jubiläumsjahr – im Rahmen der Pressekonferenz stellte Christian Frevel, Abteilungsleiter für Öffentlichkeitsarbeit und Bildung, das neue Logo vor: „Das neue Logo verdeutlicht die Hilfe durch Adveniat. Es zeigt den Umriss Lateinamerikas in vielen bunten Bausteinen. Adveniat hilft der Kirche in Lateinamerika, in vielen kleinen Projekten ein besseres Lateinamerika zu gestalten.“ (ck)

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