Bischof begrüßt neue Leiterin der Kinder- und Jugendpastoral

Die 28-jährige Regina Laudage-Kleeberg leitet ab April die Abteilung "Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene" im Bischöflichen Generalvikariat. Der bisherige Leiter Stefan Ottersbach wechselt für ein Promotionsstudium nach Erfurt.

Regina Laudage-Kleeberg übernimmt Amt von Stefan Ottersbach

Mit Regina Laudage-Kleeberg wird künftig erstmals eine Frau die Abteilung „Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene“ im Pastoral-Dezernat des Bischöflichen Generalvikariats in Essen leiten. Die 28-Jährige löst zum 1. April Stefan Ottersbach ab, der nach knapp fünf Jahren in dieser Funktion nach Erfurt wechselt und dort ein Promotionsstudium beginnt. Bereits am Donnerstagabend wurde Laudage-Kleeberg in einem Gottesdienst mit Ruhrbischof Dr. Franz-Josef Overbeck in der Essener Anbetungskirche offiziell in ihr neues Amt eingeführt. In seiner Predigt forderte Overbeck dazu auf, die Gegenwart konsequent von der Zukunft Jugendlicher und junger Menschen her zu gestalten. Dies sei „eine der wichtigsten Aufträge der Kirche, unserer Gesellschaft, der Politik und des Staates“, betonte der Bischof.

Regina Laudage-Kleeberg hat in Münster, Beer Sheva und Istanbul Religionswissenschaft studiert und sich dabei neben dem Christentum auch intensiv mit den anderen großen Weltreligionen auseinandergesetzt. Dabei hat sie nicht nur Hebräisch gelernt, sondern spricht auch gut Türkisch. Seit 2012 hat sie im Bistum Münster das neue Referat „Christen und Muslime“ mit aufgebaut.

„Gegenangebot zur Selbstvermarktung und Ökonomisierung von Jugendlichen“

In Essen ist Laudage-Kleeberg künftig unter anderem für die Koordination der Jugendkirchen und anderer Orte der Jugendpastoral im Ruhrbistum zuständig: Dazu gehören die Jugendkirchen Tabgha in Oberhausen, Crossroads in Essen, GleisX in Gelsenkirchen oder Überdacht im Märkischen Kreis, das Jugendhaus St. Altfrid in Essen-Kettwig, die Hochschulgemeinden oder die Freiwilligendienste. Im Fokus stehen sowohl Angebote für die Jugendarbeit in den Pfarreien und Verbänden als auch für Jugendliche außerhalb der etablierten kirchlichen Strukturen. Bei ihrer Amtseinführung verwies Laudage-Kleeberg auf die „sehr breite Zielgruppe“ ihrer Abteilung. Es gehe „nicht nur um Jugendarbeit, sondern um alle von der Kita bis zu Menschen Mitte 30“. Gerade Jugendliche seien zudem so vielfältig, dass man sie nicht mit einem einzigen Konzept ansprechen könne. Klassische Wege der katholischen Jugendarbeit „gibt es noch – aber es werden immer weniger“, sagte die neue Abteilungsleiterin. „Gerade hier im Ruhrgebiet sind wir nur noch eines von vielen Angeboten.“ Umso wichtiger sei die christliche Botschaft von Barmherzigkeit und Erlösung als „Gegenangebot zur Selbstvermarktung und Ökonomisierung von Jugendlichen“. (tr)

Die Predigt von Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck im Wortlaut (pdf)

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