von Thomas Rünker

Bischöfe besuchen Gelsenkirchener Synagoge

Ruhrbischof Overbeck und Weihbischof Zimmermann waren in der jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen zu Gast. Auftakt für Besuchsreihe in allen vier Synagogen des Ruhrbistums.

Ruhrbischof Dr. Franz-Josef Overbeck und Weihbischof Wilhelm Zimmermann haben am Donnerstag die jüdische Gemeinde in Gelsenkirchen besucht. Bei einem Rundgang durch die neue Synagoge inmitten der Gelsenkirchener Altstadt betonten die beiden Bischöfe die enge Verbundenheit der katholischen Christen mit ihren „älteren Geschwistern im Glauben“.

In einem Gespräch mit den Bischöfen äußerte der Gemeindevorstand um die Vorsitzende Judith Neuwald-Tasbach und Rabbiner Chaim Kornblum die Sorge vor einer zunehmenden Radikalisierung in Teilen der Gesellschaft, gerade im rechtsextremen und im islamistischen Bereich. Die Bischöfe teilen diese Sorge. „Alle gesellschaftlichen Kräfte müssen sich dieser Entwicklung Hand in Hand entgegen stellen“, sagte Overbeck.

Bei einer Führung durch das jüdische Gotteshaus zeigten sich Overbeck und Zimmermann beeindruckt davon, wie sehr die vor neun Jahren eingeweihte Synagoge in das kulturelle und gesellschaftliche Geschehen der Stadt integriert ist. Neben den Gottesdiensten und der Gemeindearbeit lädt die Gemeinde regelmäßig zu Musik-, Tanz- und anderen kulturellen Veranstaltungen ein.

In diesem Sommer werden Overbeck und Zimmermann, der als Bischofsvikar im Ruhrbistum den interreligiösen Dialog koordiniert, auch alle anderen Synagogen im Ruhrbistum besuchen: Am 7. Juli sind sie in der jüdischen Gemeinde in Bochum zu Gast, im September folgen dann Besuche in Essen und Duisburg.

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