von Thomas Rünker

Bischöfe besuchen Essener Synagoge

Ruhrbischof Overbeck und Weihbischof Zimmermann zu Gast in der Jüdischen Kultus-Gemeinde an der Ruhrallee.

Besondere Qualität des interreligiösen Dialogs

Ruhrbischof Dr. Franz-Josef Overbeck und Weihbischof Wilhelm Zimmermann haben am Donnerstag die Jüdische Kultus-Gemeinde Essen besucht. Bei einem Besuch der Synagoge an der Ruhrallee erläuterten Gemeinde-Vorsitzender Schalwa Chemsuraschwili und Rabbiner Shmuel Aronow den beiden Bischöfen die Besonderheiten des 1959 als Nachfolger der von den Nationalsozialisten schwer beschädigten Alten Synagoge erbauten Gotteshauses.

Beim anschließenden Gespräch versicherten Overbeck und Zimmermann – im Ruhrbistum Bischofsvikar für den interreligiösen Dialog – der jüdischen Gemeinde einmal mehr die Solidarität ihrer katholischen Mitbürger. Die Gemeindevertreter dankten für das gute Miteinander und hoben gerade mit Blick auf Essen die besondere Qualität des interreligiösen Dialogs hervor. Als aktuelles Beispiel verwiesen sie auf das Arche-Noah-Projekt, bei dem Ende September im Rahmen der interkulturellen Woche wieder eine 25 Meter große Arche in der Essener Innenstadt als Zeichen für religiöse Toleranz errichtet wird – ein Projekt, an dem sich die jüdische Gemeinde ebenso beteiligt wie katholische und evangelische Christen sowie der Dachverband der muslimischen Einrichtungen in Essen.

Zudem erläuterte der Gemeindevorstand mit Chemsuraschwili und dem Vorsitzenden Jewgenij Budnizkij, dass sich die jüdische Gemeinde nach Jahren des starken Wachstums durch Zuwanderer vor allem aus Osteuropa nun konsolidiere. So gebe es mittlerweile einen ständigen Rabbiner und ein lebendiges Gemeindeleben mit zahlreichen Angeboten für alle Altersgruppen.

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