von Thomas Rünker

Bibelwettbewerb feiert mit 1000 Kindern und Jugendlichen

Unter rund 1200 Beiträgen zum Thema „Selfie von Gott“ wurden auch eine Jugendgruppe aus Essen-Steele und eine Klasse des Leibniz-Gymnasiums in Gelsenkirchen-Buer ausgezeichnet. Preisverleihung mit NRW-Schulministern Sylvia Löhrmann und Annette Schavan in Essen.

Preisverleihung in der Essener Lichtburg

Rund 10.000 Kinder und Jugendliche aus Nordrhein-Westfalen haben im vergangenen Jahr beim Bibelwettbewerb der Stiftung Bibel und Kultur mitgemacht und etwa 1200 Beiträge zum Thema „Selfie von Gott“ eingereicht. Die Bandbreite reichte dabei von Collagen über Skulpturen, Lieder, Spiele bis hin zu Videoclips. Am Freitag feierte die Stiftung in der Essener Lichtburg mit fast 1000 Kindern, Jugendlichen, Lehrern und Gruppenleitern den Abschluss des Wettbewerbs – und zeichnete in vier Altersklassen insgesamt 14 Beiträge mit Preisen aus.

Firmgruppe gewann mit liegender menschlicher Gips-Skulptur

Prämiert wurden unter anderem fünf Jugendliche aus der Essener Pfarrei St. Laurentius. Im Rahmen der Vorbereitung auf ihre Firmung hatten die Teenager als „Selfie von Gott“ eine liegende menschliche Gips-Skulptur eingereicht. „Bei unserer Firmvorbreitung ging es um die Frage, wie und wo wir Gott in unserem alltäglichen Leben finden“, berichtete Firmling Leah Waleschkowski. „Wir haben uns gefragt, wie wir Gott in uns finden können.“ Dabei seien die Jugendlichen dann auf die Idee mit der zweigeteilten Figur gekommen, die auf der einen Seite wie ein offenes Buch gestaltet ist – und auf der anderen verschlossen, „so wie wir Menschen eben sind“, sagte Leah. Aus der Hand von NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) gab es dafür eine Urkunde und einen Scheck über 300 Euro. „Davon können wir jetzt eine zweite Firm-Fahrt machen“, freuen sich die Jugendlichen.

Löhrmann, die in Vertretung der Wettbewerbs-Schirmherrin und Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) nach Essen gekommen war, zeigte sich beeindruckt von der Menge und Vielfalt der Wettbewerbsbeiträge: „Dass da so viele junge Leute mitgemacht und sich mit existenziellen Fragen auseinandergesetzt haben ist ein tolles Zeichen dafür, dass wir stolz sein können auf die Jugend in Deutschland“, sagte die Ministerin. Der Bibel-Wettbewerb sei „ein Bildungswettbewerb“, der das ganzheitliche Lernen fördere.

Preis für Leibniz-Gymnasium in Gelsenkirchen-Buer

Als Vertreter des Bistums Essen übernahm Weihbischof Wilhelm Zimmermann die Auszeichnung der Preisträger von 11 bis 14 Jahren. Hier freute sich der frühere Pfarrer von St. Urbanus in Gelsenkirchen-Buer, dass er den 1. Preis an die Klassen 7a und 7b des http://leibniz-gymnasium.net/Leibniz-Gymnasiums in Buer überreichen konnte. „Ich sehe Gott, wie du ihn (noch) nicht siehst“, ist der Titel eines selbst entworfenen und gebastelten Spiels, mit dem die Kinder „allen Kindern und Jugendlichen in unserem Alter verschiedene Bilder von Gott aus der Bibel vorstellen und ihnen helfen wollen, sich ein facettenreiches Bild von Gott zu machen“, wie es die Gruppe beschreibt. Für sie gab’s 500 Euro für die Klassenkasse.

Dank der Stiftungsvorsitzenden Annette Schavan

Für die Stiftung Bibel und Kultur überbrachte die Vorsitzende Annette Schavan Lob und Dank an Schüler, Lehrer und Jugendgruppenleiter. In der Arbeit der Stiftung, die sich seit bald 30 Jahren darum bemüht, die künstlerische Bearbeitung biblischer Themen zu fördern und bekannt zu machen, „sind die Schüler-Wettbewerbe der Höhepunkt unserer Arbeit“, sagte die frühere Bundesbildungsministerin und heutige Botschafterin beim Heiligem Stuhl. Immer wieder ruft die Stiftung in einem anderen Bundesland zu einem Schüler-Wettbewerb auf.

Selfie mit dem Oberkirchenrat

Dass die Veranstalter diesmal mit dem „Selfie“-Thema auf besonders viel Interesse gestoßen sind, zeigten nicht nur die vielen Einsendungen, sondern auch zahlreiche „Selfies“ und Bemerkungen bei der Preisverleihung. So ließ es sich Oberkirchenrat Klaus Eberl als Vertreter der Evangelischen Kirche im Rheinland nicht nehmen, mit seinem Handy von sich und den von ihm ausgezeichneten Preisträgern ein eigenes Foto zu machen. Er konnte dem Thema aber auch theologisch einiges abgewinnen: „Wir können nur etwas vom Glauben verstehen, wenn wir uns bei Bildern bedienen“, sagte Eberl. Außerdem sei jeder Mensch ein Bild Gottes, betonte der Theologe und wandte sich an die Kinder und Jugendlichen: „Ihr seid alle Bilder Gottes – und ihr seid alle wunderbar!“

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