Begegnungen, Gespräche und Hochzeitssuppe

Gerade einmal zwei Tage nach seiner Ernennung durch den Heiligen Vater in Rom besucht Dr. Franz-Josef Overbeck sein neues Bistum. Ein Ortstermin voller Eindrücke. Gut fünf Stunden verbrachte Bischof Overbeck in seinem neuen Bistum. Zeit für Begegnungen, Gespräche und Gebet.


Erster Besuch des neuen Bischofs im Bistum Essen

„Ich bin schon oft nach Essen gefahren, aber noch nie mit diesem Gefühl. Es ist ein gutes Gefühl,“ schmunzelt Dr. Franz-Josef Overbeck, Weihbischof von Münster und ernannter Bischof von Essen, als er gegen 10.30 Uhr im Hof des Essener Generalvikariates von einigen Mitarbeitern begrüßt wird. Gerade einmal zwei Tage nach seiner Ernennung durch den Heiligen Vater in Rom und der Verkündigung der guten Nachricht durch Dompropst Otmar Vieth im Essener Dom besucht Dr. Franz-Josef Overbeck sein neues Bistum. Ein Ortstermin: Pressekonferenz, Essen mit dem Domkapitel, Gebet zur Bistumspatronin, der Mutter vom Guten Rat, vor der Goldenen Madonna im Essener Dom sowie am Grab des Heiligen Liudger in Essen-Werden. Der erste Tag des neuen Ruhrbischofs in seinem Bistum zwischen Rhein und Lenne. 

Pünktlich um 11 Uhr betritt ein strahlender Noch-Münsteraner-Weihbischof die Aula im Bischöflichen Generalvikariat. Und schon drücken die Fotografen auf die Auslöser, beziehen Kamerateams Stellung. Das alles bringt den vierten Ruhrbischof nicht aus der Ruhe. Er sucht sich seinen Weg durch den Konferenzraum, schüttelt zur Begüßung dabei viele Hände und freut sich, in viele lächelnde Gesichter schauen zu können. Offen und ausführlich beantwortet er jede Frage, ist authentisch. Dabei löst seine humorvolle Art immer wieder Heiterkeit aus. Mit Blick auf die zukünftige Zusammenarbeit hält Overbeck fest: „Sie können auch jederzeit mit mir streiten. Aber ich lege Wert auf Stil.“

Nach Hochzeitssuppe und Burgunderbraten im Bischofshaus spaziert der neue Bischof bei strahlendem Sonnenschein mit den Domkapitularen über den Domhof zum Dom. Das Gebet vor der Bistumspatronin ist ihm ein besonderes Anliegen. Im Dom trifft er auf einige Gläubige. Sie sind ganz begeistert, dem neuen Bischof plötzlich gegenüber zu stehen. Wieder begrüßt er Menschen, schüttelt Hände, schaut in strahlende Gesichter. „Wir sind rein zufällig mit unseren Kindern hier. Es berührt uns sehr, dass wir dem Bischof am ersten Tag in seinem neuen Bistum begegnet sind und er unsere Kinder gesegnet hat“, freuen sich Henrike und Thorsten Meyer mit Franziska (3 Jahre) und Paul Henry (5 Monate). Im Kreuzgang noch ein kurzes Fotoshooting: „Legen Sie die Hand einmal an den Bogen!“ Jeder Anweisung dieser Art kommt er lächelnd nach.

Im Münsteraner Auto geht es dann nach Werden. In der Basilika betet er am Grab des Heiligen Liudger. „Ein Besuch in Werden gehört für mich an einem solchen Tag einfach dazu“, so Bischof Overbeck zu Propst Johannes Kronenberg, Pastor der Propsteigemeinde St. Ludgerus in Essen-Werden, und Pastor Marius Linnenborn, die ihn vor der Propstei erwarten. Erinnerungen werden wach. Mitte der 80er Jahre habe er als Student gemeinsam mit Soldaten und dem damaligen Bischof Lettmann eine Fußwallfahrt von Münster nach Essen-Werden unternommen. „Kardinal Hengsbach hat während der Messe im Chorgestühl das Brevier gebetet, und ich war so müde vom Laufen, dass mir fast die Augen zufielen“, erinnert sich Bischof Overbeck.

Am Ende des Tages steht noch ein Fernseh-Interview mit dem Westdeutschen Rundfunk an. Im Kreuzgang des Kardinal-Hengsbach-Hauses ist ein „kleines Studio“ aufgebaut. Doch die Journalisten müssen warten. Bischof Overbeck trifft auf Gemeindereferentinnen und Priester aus seinem neuen Bistum. Auch hier nimmt sich der Bischof Zeit für ein kleines Gespräch.

Als die Sonne den Werdener Wald nicht mehr ganz so golden glänzen lässt, verabschiedet sich Bischof Overbeck aus seinem neuen Bistum. Doch schon am Montag wird er wieder kommen. „Dann schaue ich mir mein neues Zuhause, das Bischofshaus an.“(dr)

Zitate Bischof Franz- Josef Overbeck:

„Zu meiner Frömmigkeit gehört die Bereitschaft, zu denken.“

„Mein letztes Fernsehgerät ist kaputt gegangen - durch Nichtnutzung.“

„Wenn die Kirche ruft, sage ich Ja.“

„Wenn Ihnen Overbecks Geist auf den Wecker fällt, trösten Sie sich mit Overbecks Korn.“

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