Ausstellung: „Schätze! Kirchen des 20. Jahrhunderts“

Eröffnet wird am 14. Juni 2010 in der Bottroper Kirche Heilig Kreuz die Ausstellung "Schätze! Kirchen des 20. Jahrhunderts". Sie will bewusst machen, dass Kirchen "Schätze" sind, und möchte zur Suche nach Alternativen zu Schließung oder gar Abriss von Gotteshäusern anregen.

Eröffnung in der Bottroper Kirche Heilig Kreuz

Mit Blick auf den Kirchenbau des 20. Jahrhunderts gab es in den letzten Jahren so manche Hiobsbotschaft. Nicht mehr alle Kirchenbauten werden für den liturgischen Gebrauch benötigt. Hierzulande gibt es viele Kirchen, die von zu wenigen besucht werden. Es zeigt sich, dass insbesondere die Kirchen des 20. Jahrhunderts - überproportional häufig die Nachkriegsbauten - von der Frage nach einer weiteren kirchlichen Nutzung betroffen sind. Die Ausstellung „Schätze! Kirchen des 20. Jahrhunderts“, die am Montag, 14. Juni, 19.00 Uhr, in der Heilig Kreuz Kirche in Bottrop, Scharnhölzstraße 37, eröffnet wird, will bewusst machen, dass Kirchen „Schätze“ sind, und will zur Suche nach Alternativen zu Schließung oder gar Abriss anregen.

Ganz bewusst hat der Katholikenrat der Stadt Bottrop die Wanderausstellung der Deutschen Gesellschaft für Christliche Kunst (DG) München im Kulturhauptstadtjahr nach Bottrop geholt. Der Ausstellungsort, die von 1955 bis 1957 vom Kölner Architekten Rudolf Schwarz erbaute Heilig Kreuz Kirche, unterstreicht dabei das Anliegen dieses Projektes. Denn auch diese Kirche, in Form einer symmetrischen Parabel erbaut, gehört im Zuge der Umstrukturierung des Bistums Essen zu den so genannten „weiteren Kirche“, die aus Kirchensteuermitteln nicht mehr finanziert und als Gottesdienstort aufgegeben werden. Im Januar 2008 wurde in Heilig Kreuz zum letzten Mal ein Gottesdienst gefeiert. Die weitere Nutzung des Gotteshauses - eine der 53 „Spirituellen Kulturtankstellen“ im Bistum Essen - ist noch offen. 

Eine Einführung in die Ausstellung wird Dr. Matthias Ludwig geben. Er hat Bauingenieurwesen, Theologie und Kunstgeschichte in München und Marburg studiert und ist freier Berater zur Entwicklung neuer Nutzungs-, Erhaltungs- und Gestaltungskonzepte für Kirchen und kirchliche Gebäude.

Da die Kirchen auch einen gesellschaftlichen Auftrag haben und Kirchengebäude oftmals von städtebaulicher Bedeutung sind und letztlich Identifikationsorte der Allgemeinheit darstellen, kann es nicht nur Aufgabe einer Kirchengemeinde, eines Bistums oder einer Landeskirche sein, sich um den Erhalt der Gotteshäuser zu kümmern. Darüber sprechen in einer Podiumsdiskussion Vertreter der Katholischen und Evangelischen Kirche, ein Verteter der Denkmalpflege und der Oberbürgermeister der Stadt Bottrop, Bernd Tischler.

Geöffnet ist die Ausstellung im Juni sonntags, 15.00 bis 18.00 Uhr, und mittwochs, 16.00 bis 19.00 Uhr.

Die Öffnungszeiten während der Bottroper Local-Hero-Woche (13. bis 19. Juni) sind wie folgt:
Dienstag bis Donnerstag, jeweils 16.00 bis 19.00 Uhr,
Freitag, ab 16.00 Uhr („Nacht der offenen Gotteshäuser“). (do)

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