Auf Schalke gab es Gänsehaut pur

Die Motivation ist hoch, die Begeisterung groß. Und begonnen hat alles mit einem Rock-Oratorium. Er sang schon mit Tausenden auf Schalke und ist zu einer festen Institution im Ruhrbistum geworden. Seit zehn Jahren besteht jetzt der Projektchor des Bistums Essen. Am 10. November 2012 ist er bei seinem Jubiläumskonzert in Essen zu hören.



Projektchor des Bistums Essen besteht seit zehn Jahren 

Er ist weit über die Bistumsgrenzen hinaus bekannt und zu einer Institution geworden: der Projektchor im Bistum Essen. In diesem Jahr besteht er genau zehn Jahre. Für Chorleiter Stefan Glaser, Bischöflicher Beauftragter für die Kirchenmusik im Ruhrbistum, ist es eine Erfolgsgeschichte, denn mit dem Chor habe man etwas Neues geschaffen.

„Musik verbindet. Kirchenmusik ist Verkündigung des christlichen Glaubens.
Diese zwei Thesen führten im Jahr 2002 zur Gründung des Projektchores im Bistum Essen“, berichtet Glaser. Er hatte damals in Seligenstadt eine der ersten Aufführungen von „Emmaus“, einem Rock-Oratorium des Komponisten Thomas Gabriel, besucht. Die beeindruckende spirituelle Ausstrahlung, die musikalisch stilistische Vielfalt und die Möglichkeit der Beteiligung von mehreren Generationen ließen bei ihm die Idee der Gründung eines Bistumschores reifen, um  dieses Oratorium aufzuführen.

Dem ersten Aufruf folgten damals Sängerinnen und Sänger zwischen sieben und 60 Jahren aus Bochum, Duisburg, Bottrop, Hattingen-Schwelm, Gelsenkirchen, Altena-Lüdenscheid, Gladbeck, Mülheim, Oberhausen und Essen sowie einigen Städten außerhalb des Bistums. Gleich drei Generationen singen im Projektchor, manchmal ganze Familien. Und durch das gemeinsame Singen sind neue Freundschaften gewachsen. 


Hohe Motivation und große Begeisterung

„Rund 30 feste Mitglieder bilden seitdem das Fundament für unsere Projekte, rund 40 kommen bei einzelnen Projekten neu hinzu“, so Glaser.
Es ist ein Chor, in den man sich ein- und ausklinken kann und in dem neue Sängerinnen und Sänger immer willkommen sind. „Das stellt die Probenpädagogik vor Herausforderungen“, weiß der Kirchenmusiker. Doch er erlebe immer wieder eine hohe Motivation, große Begeisterung für das Singen und die notwenige Disziplin.

Seit zehn Jahren übernehmen die Sängerinnen und Sänger die musikalische Gestaltung von Gottesdiensten des Bistums, veranstalten Konzerte, sind Gast bei musikalischen Veranstaltungen jeder Art, haben große Freude an der Kirchenmusik, machen Abstecher in die Bereiche Musical, Pop und in andere  Genres und erleben dabei immer wieder emotionale Höhepunkte. „Dabei versteht sich der Chor als Ergänzung zur Chorlandschaft im Bistum, da bewusst Werke zur Aufführung gebracht werden, die selten oder gar nicht zu hören sind“, betont Glaser.


Oratorien, Weltjugendtag, Day of Song

Zu den Highlights der bisherigen Auftritte zählen neben „Emmaus“ auch das Oratorium „Simeon“ des Komponisten Thomas Gabriel, das in der Tonsprache des Rock, Pop und Jazz eine Mischung zwischen E- und U-Musik darstellt. Unvergessen sind der Aussendungsgottesdienst auf Schalke zum Weltjugendtag 2005, wo der Projektchor, unterstützt von 1.500 Sängerinnen und Sängern, das Gotteslob anstimmte.“ Das war ein überwältigendes Erlebnis“, erinnert sich Chormitglied Marlies. Zu nennen sind auch Auftritte beim Bistumsjubiläum 2008 oder der „Day of Song“ im Kulturhauptstadtjahr, wo der Chor auf Schalke gemeinsam mit 7.000 Sängerinnen und Sängern die Arena zum Klingen brachte. Für die Altistin Barbara war das bisher das „größte Ereignis“, das ihr bis heute noch „die Gänsehaut über den Rücken jagt“. Zwölf Offene Singen gestaltete der Projektchor im vergangenen Jahr und stellte in Gemeinden Lieder des neuen Liederbuches „Halleluja“ vor.

Ein Höhepunkt für den Chor war in diesem Jahr das „Wunschkonzert“ der zweiten Auflage des „Day of Song“. Gemeinsam mit Solisten der Deutschen Oper am Rhein und den Duisburger Philharmonikern wurden im Stadttheater Duisburg Hits und Evergreens präsentiert. Auch beim Bistumsfest Ende Juni auf dem Essener Burgplatz war der Projektchor mit von der Partie. Er gestaltete nicht nur den Familiengottesdienst musikalisch, sondern unterhielt Tausende von Besuchern auch mit Musik aus dem Musical „Phantom der Oper“ oder aus dem Film „Aladdin“.


Jubiläumskonzert in Essen 

Neue und altbekannte Lieder aus zehn Jahren Chorarbeit erklingen beim Jubiläumskonzert am Samstag, 10. November, 19.30 Uhr, in der Gemeindekirche St. Hedwig, An St. Hedwig 15, 45326 Essen (Altenessen). „Eine Zeitreise durch die Epochen der Kirchenmusik“ heißt das Motto des Konzertes unter Leitung von Stefan Glaser mit Solisten, Projektchor, Orchester und Band des Bistums Essen. Zur Aufführung kommen Werke von der Gregorianik über die Renaissance bis hin zu zeitgenössischer Musik mit Kompositionen von Bach, Haydn, Stockmeier, Gabriel und Anderen. Eintritt: 15,00 Euro, ermäßigt 8,00 Euro. (do)

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