Auf dem Weg zum Traumberuf Koch

Einmal als Koch zu arbeiten, das ist für Michael Wiesen ein Traum. Und er will alles geben, um dieses Ziel zu erreichen. Die katholische Jugendberufshilfe "Förderkorb" in Gelsenkirchen hilft ihm dabei, berät, unterstützt und begleitet den jungen Mann, der zunächst einmal den Hauptschulabschluss nachholen will.


„Förderkorb“ unterstützt junge Menschen auf dem Weg ins Berufsleben

„Ich möchte gerne Koch werden und bin bereit, dafür alles zu geben“, sagte Michael Wiesen, als er im Februar im Projekt START der katholischen Jugendberufshilfe „Förderkorb“ in Gelsenkirchen begann. Den Weg hin zu seinem Wunschberuf hatte er schon geplant. Zuerst will er aufgrund seines fehlenden Schulabschlusses seinen Hauptschulabschluss an einem Berufskolleg nachholen. Dann will er sich um eine Ausbildung als Koch oder Beikoch bemühen.

Um diese Ziele zu erreichen, belegte Michael neben seiner Teilnahme am Projekt START drei Kurse an der Volkshochschule in Gelsenkirchen, um Lücken in den
Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch zu schließen. Die Anmeldung am Berufskolleg hat er fristgerecht erledigt, sodass er dort ab September am Berufsorientierungsjahr teilnehmen kann, um den Hauptschulabschluss zu erreichen.


Praktikum in der Schulküche

Auch absolvierte Michael hoch motiviert ein durch den Förderkorb vermitteltes Praktikum in der Schulküche der Evangelischen Gesamtschule in Gelsenkirchen. Dass sein Berufswunsch seinen Neigungen entspricht, bestätigte sich innerhalb kürzester Zeit. Und so nutzt der junge Mann diesen ersten Einblick in die Praxis, um weiter Erfahrungen zu sammeln auf dem Weg hin zu seinem Wunschberuf.

Das Projekt START umfasst soziales Lernen in der Gruppe, terapeutische Interventionen, Arbeits- und Kreativitätstraining, Reaktivierung für tragfähige Bildungsprozesse sowie Transfer in Anschlussbildungsmaßnahmen. Ziele des Projektes sind die persönliche Stabilisierung im aktuellen Lebenszusammenhang, arbeitspraktische Qualifizierung, die Vorbereitung auf den Erwerb eines Schulabschlusses und die Vermittlung in Ausbildung oder Arbeit.

In der katholischen Jugendberufshilfe „Förderkorb“ in Gelsenkirchen werden jährlich rund 1.000 junge Menschen beraten, begleitet und gefördert. Die Angebote richten sich an langzeitarbeitslose Jugendliche ohne Schul- und Ausbildungsabschluss, Jugendliche mit Migrationshintergrund, Schülerinnen und Schüler mit Übergangsproblemen am Ende der Schulpflicht, an schulmüde und schulverweigernde Jugendliche sowie heranwachsende und erwachsene Arbeitslose. Ziel ist es, ihnen eine Anlaufstelle zu bieten und sie in Zeiten des Übergangs von der Schule in den Beruf individuell  und optimal zu beraten, zu begleiten und zu unterstützen. Dafür legen sich mehr als 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mächtig ins Zeug.

Träger der Einrichtung ist die „Katholische Jugendsozialarbeit Gelsenkirchen gGmbH”, zu der auch die „Mobile Jugendarbeit” und der Ückendorfer Jugendtreff „Ücky" zählen.

Im Bistum Essen engagieren sich zehn katholische Träger in der Jugendberufshilfe, und zwar in Duisburg, Oberhausen, Essen, Hattingen, Gelsenkirchen und Bochum-Wattenscheid. "Über 1.600 junge Leute nehmen zur Zeit an Maßnahmen in den verschiedenen Einrichtungen teil", so Diözesanreferent Roland Schumacher, zuständig für "Arbeitsmarkt und Sozialpolitik" im Bischöflichen Generalvikariat Essen. Im Bereich Berufsorientierung in Kooperation mit Schulen sowie im Übergang Schule-Beruf würden rund 6.700 junge Menschen erreicht. (do)

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